Herdenschutz in der Weidetierhaltung: Praxisgerechte Aufbereitung von Erfahrungen und Lösungsansätzen für eine angepasste Beratung von Landwirtschaftsbetrieben durch regionale Herdenschutz-Trainer*innen

Ziele

Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung des Herdenschutzes in der Weidehaltung und damit die Vermeidung von Wolfsübergriffen auf landwirtschaftliche Nutztiere. Der DVL will Weidetierhalter*innen informieren, weiterbilden und unterstützen, damit sie Risiken einschätzen und Vorsogemaßnahmen treffen zu können.

Kurzbeschreibung

Die Weidehaltung ist eine besonders naturverträgliche Form der Landnutzung und für die Offenhaltung der Landschaft und den Erhalt der biologischen Vielfalt unersetzlich. Für die Weidetierhalter bedeutet die Wiederetablierung des Wolfs jedoch eine besondere Herausforderung. Auch vor dem Hintergrund der oftmals schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für solche Betriebe will der DVL die Weidetierhalter*innen unterstützen.

Das Ziel des Projekts soll durch einen bundesweiten Wissentransfer erreicht werden. Der DVL sammelt Erkenntnisse sowie Praxiserfahrungen zum Herdenschutz aus dem Bundesländern und ermöglicht den Austausch und die Weiterbildung von Weidetierhalter*innen. Die Landschaftspflegeorganisationen und weitere Akteure sollen in die Lage versetzt werden, betroffene Betriebe zu begleiten und beraten.

Aktivitäten

  • Aufbau eines bundesweiten Expertengremiums
  • Auswahl von Modellbetrieben, die bereits Erfahrungen im Herdenschutz gesammelt haben und die neue Maßnahmen testen wollen.
  • Durchführung von Trainings und Exkursionen für Weidetierhalter*innen, Landschaftspflegeorganisationen und weiteren Akteuren in Gebieten mit etablierten Wolfsrudeln und solchen, in denen eine Ansiedelung zu erwarten ist.
  • Organisation von Tagungen
  • Publikation von Fachinformationen
  • Etablierung eines Netzwerks zum Austausch der Weidetierhalter*innen

Das Projekt ist Teil der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz in der Projektphase Wissen – Dialog - Praxis. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Laufzeit

2020 - 2023

Fördermittelgeber

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

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