Wir lieben Landschaften!

Deutscher Verband für Landschaftspflege

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V. wurde 1993 gegründet. Er ist der gemeinnützige Dachverband der Landschaftspflegeorganisationen in Deutschland. Markenzeichen des DVL sowie seiner Mitglieder ist die gleichberechtigte und freiwillige Zusammenarbeit zwischen Verteterinnen und Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes und der Kommunen. 175 Landschaftspflegeorganisationen sind Mitglieder des DVL.

Der DVL vertritt die Interessen der Landschaftspflegeverbände bundesweit und ist für die Landschaftspflegeverbände die Plattform zum Austausch von Praxiswissen.

Der DVL bringt die Erfahrungen der Landschaftspflegeverbände zum Erhalt und Weiterentwicklung artenreicher Kulturlandschaften ein. Wichtige Aufgaben sind die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP), der Naturschutzförderprogramme der Bundesländer, der Europäischen Strukturfonds (EFRE, ESF) und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung Agrar- und Küstenschutz“ des Bundes (GAK).

Wichtige Ziele des DVL sind die kooperative Umsetzung von Natura 2000, der Biodiversitätsstrategien des Bundes und der Bundesländer sowie der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Der DVL führt hierzu Modellprojekte in Zusammenarbeit mit örtlichen Landschaftspflegeverbänden durch.

Drittelparität

Sie ist eine ausgewogene und faire Konstruktion, die Vertrauen schafft: Der Deutsche Verband für Landschaftspflege und die Landschaftspflegeverbände sind freiwillige Zusammenschlüsse von Vertretern des Naturschutzes, der Landwirtschaft und der Kommunalpolitik, die sich gemeinsam für die Kulturlandschaft und die regionale Vielfalt einsetzen.

Leitbild des DVL

Hier können Sie das Leitbild des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) e. V. abrufen.

Satzung

Hier können Sie die Satzung des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) e. V. abrufen.

Die Vorsitzenden

Josef Göppel

Vorsitzender des Vorstandes

Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Deutsche Landschaften
Vorsitzender des Vorstandes des LPV Mittelfranken e. V.
Energiebeauftragter des Bundesministeriums f. wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für Afrika
Mitglied des Deutschen Bundestages 2002-2017


www.goeppel.de

Seit 1993 ist Josef Göppel Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege. Durch sein beständiges Wirken für ein „Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur“ wurde er zum Vorbild und zur Schlüsselperson für die Landschaftspflegearbeit in Deutschland. 1986 gründete der Diplom-Forstingenieur den Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Sein Ziel war es damals, die scharfen Gegensätze zwischen Naturschützern und Landwirten in seiner Heimatregion zu überwinden. Die Initiative wurde zu einem bundesweiten Erfolgsmodell. Den DVL als Dachverband der deutschen Landschaftspflegeorganisationen gründete er 1993. Nicht nur in der Rolle als Vorsitzender des Vorstandes, sondern auch als Person verkörpert er die Idee der Drittelparität von Politik, Landwirtschaft und Naturschutz. Er wuchs auf einem fränkischen Bauernhof auf.

Mit 16 Jahren begann er als Forstlehrling seine Berufsausbildung. Später legte er die Staatsprüfung zum Revierförster ab, wurde Diplom-Forstingenieur (FH) und arbeitete 28 Jahre lang als Förster im Außendienst.

Schon in frühen Jahren wurde er auch politisch aktiv. Mit 21 Jahren wurde er in den Stadtrat gewählt, zwei Jahre später in den Bezirkstag von Mittelfranken. 1994 schickete ihn die Bevölkerung seiner Heimatregion mit einem dicken Stimmenpolster in den bayerischen Landtag. Acht Jahre später wurde er direkt in den Bundestag gewählt. Dieses Amt gab er mit 67 Jahren ab. Seither kämpft er ehrenamtlich für Heimat und Natur in Deutschland. Sein ganzes Leben widmet er diesem Ziel. Kein Wunder, dass es häufig zu Konflikten mit seiner Parteiführung kommt. Die Medien nennen ihn das „Grüne Gewissen“ der CSU.

2018 kam es fast zum Bruch, als die Union nach rechts abdriftete. Die von Göppel mitgegründete Bewegung „Union der Mitte“ stoppte diesen Trend.

Im Bundestag geht eine parteiübergreifende Initiative auf ihn zurück. Abgeordnete aus Regierung und Opposition schlossen sich zum Zukunftssalon Umwelt zusammen, um gemeinsam für eine nachhaltigere Politik einzutreten. Seit 2017 ist Göppel auch Energiebeauftragter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für Afrika. Dabei geht es um den Aufbau eines einheimischen Handwerkerstandes und den Einsatz erneuerbarer Energien in Gebieten ohne Stromnetze.

Nach Erfolg des bayerischen Volksbegehrens für mehr Artenvielfalt im Jahr 2019 wurde er Mitglied des Runden Tisches Arten- und Naturschutz zur Ausarbeitung neuer umweltgesetzlicher Regelungen.

Florian Meusel

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes

Vorsitzender des Vorstandes des LPV Thüringer Wald e. V.
Mitglied des Vorstandes der Stiftung Deutsche Landschaften
Geschäftsführer des Naturparkes Thüringer Wald e. V.


Seit Gründung des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege ist Florian Meusel einer der stellvertetenden Vorsitzenden. Er gründete bereits 1990 den ersten Landschaftspflegeverband der jungen Länder. 

Naturschutz, Regionalentwicklung und Landwirtschaft ist für ihn im Bereich Landschaftspflege ein untrennbarer Zusammenhang. Das „Denken in Landschaften“ proklamiert er weit über Thüringen hinaus als Anregung für Projekte unserer Landschaftspflegeverbände und auch im Verband Deutscher Naturparke (VDN). Die Erhaltung der besonderen Agrarstrukturen für Landschaftspflege in den Deutschen Mittelgebirgen als Grundlage für den Schutz der NATURA2000- Gebiete und den Tourismus verfolgt er besonders engagiert.

Seine berufliche Entwicklung wurde besonders durch

  • die Kommunalpolitik (7 Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister Friedrichshöhe, 24 Jahre Gemeinderat Einheitsgemeinde Sachsenbrunn)
  • die eigenen Familienbetriebe (Gründung „Heubad+Pension Arnika“ sowie Unterstützung seines Sohnes Heinrich bei BIO-Landwirtschaftsbetrieb „HEU-HEINRICH“)
  • das soziale Engagement (Landesleiter aller 27 DRK-Bergwachtbereitschaften in Thüringen)
  • im wissenschaftlichen Bereich (Berggrünlandprojekte, Kommunikationsstrategien Landschaftspflege, Tourismus für ALLE, Wirtschaftsentwicklung ländlicher Regionen)

geprägt.

1993 wurde sein vielseitiges Engagement für die Landschaftspflege mit dem Deutschen Kulturpreis geehrt. Sein persönliches Preisgeld spendete er für das Gründungskapital der Stiftung Deutscher Landschaften und damit für die langfristige Unterstützung für Innovationen und Projekte der DVL-Mitglieder.

Sein Motto: Wagen statt Klagen!

Ute Grothey

Stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes

Stellvertrende Geschäftsführerin des LPV Landkreis Göttingen e. V.
 

Aufgewachsen ist Ute Grothey auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in einem sehr ländlich geprägten Gebiet im äußersten Norden Nordrhein-Westphalens. Nach einigen lehrreichen Praktika auf verschiedensten Landwirtschaftsbetrieben im In- und Ausland ist sie zum Studium der Agrarwirtschaft nach Südniedersachsen gezogen. Dort lebt sie mit ihrem Mann auf einem kleinen landwirtschaftlichen Restbetrieb mit Leineschafhaltung und Streuobstwiesenbewirtschaftung in der Nähe von Göttingen.

Um ihr Herzblut für die Landwirtschaft und die Natur gezielt einzusetzen, ist sie seit 2000 beim Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e. V. aktiv. Ihre Aufgabe dort ist es, landwirtschaftliche Betriebe in der Region für Landschaftspflege- und Naturschutzmaßnahmen zu gewinnen und bei deren Umsetzung zu unterstützen. Im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit hat sie täglich mit den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Betrieben zu tun und kennt deren Belange sehr gut. Ihre feste Überzeugung ist es, dass Landschaftspflege und Naturschutz nur gemeinsam und immer auf Augenhöhe mit der Landwirtschaft funktionieren können.

 

 

Der Vorstand

Reinhard Baier

Mitglied des Vorstandes

Stellvertretender Vorsitzender des LPV Mittelbrandenburg e. V.
Mitglied des Rates der Stiftung Deutsche Landschaften
Geschäftsführer der Natur+Text GmbH

 

Engagement für Naturschutz zieht sich durch das Leben von Reinhard Baier.

Nach einem Studium der Biologie an der Humboldt Universität zu Berlin und ein Jahren an der Universität leitete er bis 1990 die Abteilung Elektronenmikroskopie am Institut für Virale Zoonosen in Potsdam. Dort wurden Viruskrankheiten untersucht, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, wie Tollwut oder Influenza.

Zur "Wende" wurde das Institut geschlossen. Zeitgleich ergab sich für den Biologen jedoch die interessante Möglichkeit, die von ihm bisher in der Gesellschaft für Natur und Umwelt ehrenamtlich geleistete Naturschutzarbeit zum Beruf zu machen. Gemeinsam mit anderen Partnern gründete er 1992 im brandenburgischen Rangsdorf ein ökologisch ausgerichtetes Planungsbüro. Drei Jahre später wurde das Spektrum des jungen Unternehmens durch einen Verlag erweitert. In diesem werden seitdem Zeitschriften und Bücher zum Thema Biologie und Naturschutz veröffentlicht.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Geschäftsführer der Natur+Text GmbH war das ehrenamtliche Engagement weiterhin der Lebensinhalt Reinhard Baiers: als Gründungsmitglied des NABU in Brandenburg und Sprecher des Landesfachausschusses Feldherpetologie, als Mitgründer und stellvertretender Vorsitzender des LPV Mittelbrandenburg – ein LPV, der neben intensiver Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche auch die Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen plant und organisiert. Wenig später erfolgte die Wahl in den Vorstand des DVL sowie in den Rat der Stiftung Deutsche Landschaften.

Sein Motto: Naturschutz durch Aufklärung und Überzeugung vermitteln, nicht durch Zwang und Nötigung.

Romuald Bittl

Mitglied des Vorstandes

Dezernent für Bau, Wirtschaft und Umwelt des Landkreises Rostock 
Beigeordneter des Landrates des Landkreises Rostock


Romuald Bittl wuchs in einer ländlichen Gemeinde des Landkreises  Eichstätt in Oberbayern auf. Durch die Eltern war er landwirtschaftlich geprägt und so folgte das Studium der Geodäsie in München mit anschließendem Vorbereitungsdienst in der Direktion für Ländliche Entwicklung in Ansbach.

1993 trat er in die Landwirtschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommerns ein. Bis 2017 war Romuald Bittl Leiter der Abteilung Ländliche Entwicklung im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt. In dieser Zeit fanden Projekte im Bereich Regionale Raumplanung in China oder auch Mitwirkung bei der Gesetzgebung zur Bodenfrage in der Ukraine sowie Kroatien statt. Heute ist Romuald Bittl Dezernent für Bau, Wirtschaft und Umwelt sowie Beigeordneter des Landrates im Landkreis Rostock.

Den Schwerpunkt seiner Tätigkeit sieht er in der Sensibilisierung der politischen Gremien für die tragende Rolle der Landschaftspflegeverbände bei der Entwicklung ländlicher Räume. Darüber hinaus möchte er seine Erfahrungen im Bereich der Forschung und der behördlichen Entscheidungsprozesse mit einbringen.

Dr. Gerhard Bronner

Mitglied des Vorstandes

Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg e. V.
Leiter des Umweltbüros des Gemeindeverwaltungsverbandes Donaueschingen


Erste Naturschutzerfahrungen sammelte Gerhard Bronner beim Aufbau einer BUND-Ortsgruppe in Kirchheim-Teck sowie als Referent für Höhlenschutz. Er leistete seinen Zivildienst im Pflegetrupp der Bezirksstelle für Naturschutz in Stuttgart ab. Neben Landschaftspflege befasste er sich auch mit Schutzgebietskartierungen.

Es folgte ein Studium der Biologie in Tübingen und Freiburg, parallel dazu nahm er ein Kreistagsmandat in Esslingen wahr. An die Diplomarbeit über die Vegetation der Hecken schloss sich eine Promotion in Geographie an, verbunden mit einem längeren Aufenthalt in Kenia.

Nach einigen freiberuflichen Kartierungstätigkeiten baute er das Umweltbüro des Gemeindeverwaltungsverbandes Donaueschingen auf, das er seit 1990 bis heute leitet. Gewissermaßen als „Umweltamt“ für vier Städte bearbeitet er seither das gesamte Spektrum des kommunalen Umweltschutzes: Energiemanagement, Bauleitplanung, Gewässerrenaturierung, Naturschutz.

Von 1995 bis 2015 war Gerhard Bronner Landwirtschaftsreferent des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV), seit 2011 war er stellvertretender Vorsitzender und ab 2015 Vorsitzender des LNV, Dachverband von 33 Naturschutzvereinen.

Zwischendurch war er fünf Jahre im Kirchengemeinderat Donaueschingen, sechs Jahre Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Ökologie der Grünen, bis heute ist er im Vorstand des Donaueschinger Car-Sharing Vereins.

In seiner knappen Freizeit macht er gerne Fernwanderungen, Skitouren, Radtouren, geht gelegentlich Klettern oder Bootfahren. Wenn sich die Gelegenheit bietet, arbeitet Gerhard Bronner bei internationalen Naturschutzprojekten mit, so bisher in Georgien, Bulgarien und Bosnien.

Motto: Lieber zäh und geduldig verhandeln, nach Kompromissen suchen und Bündnisgelegenheiten nutzen als die reine Lehre verkünden und im Bewusstsein untergehen, Recht gehabt zu haben.

Volker Diefenbach

Mitglied des Vorstandes

Bürgermeister der Gemeinde Heidenrod

Volker Diefenbach ist im Taunus geboren, lebt und wirkt dort seit nunmehr 51 Lebensjahren, ist Vater zweier Söhne und sehr mit dem "Land leben" beschäftigt. Nach einer Ausbildung zum Forstwirt und Waldarbeiter, Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und Forststudium war er 25 Jahre im Forstdienst tätig, 20 Jahre davon als Revierförster in der Heimatgemeinde.

Seit Januar 2014 ist er Bürgermeister der hessischen Gemeinde Heidenrod. Eine Landgemeinde im westlichen Taunus an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz mit 8.000 Einwohnern, 19 Dörfern und einer Fläche von knapp 100 km2. Eine der Besonderheiten der Gemeinde ist, dass sie 5.055 ha Land im Eigentum hat, darunter mit 4.600 ha den größten Gemeindewald Hessens und somit permanent mit Landschaftspflege beschäftigt ist.

Als Bürgermeister ist das Moderieren des Miteinanders und des Ausgleiches, das gleichberechtigte Miteinander von Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Kommunen für ihn die ideale Form um die begrenzte Ressource „Landschaft“ für künftigen Generationen zu erhalten und zu sichern. Er ist davon überzeugt, dass sich die paritätische Zusammensetzung zum einen positiv auf die innere Diskussionskultur auswirkt und zum anderen für hohe Anerkennung und somit für eine höhere Gewichtung auch in anderen Verbandskreisen sorgt.

Er ist stellvertretender Vorsitzender des Landschaftspflegeverbands Rheingau-Taunus-Kreis und des Regionalvereins Taunus, Mitglied der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesvorstandsmitglied von FSC-Deutschland und der Vertretung Forst und Naturschutz in der IG Bauen-Agrar-Umwelt.

Marlies Fritzen

Mitglied des Vorstandes

Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages
Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages a. D.



Marlies Fritzen ist gebürtige Münsterländerin. Durch ihren beruflichen und politischen Werdegang ist sie es gewohnt sich mit Menschen, Kultur und unserer Umwelt auseinander zu setzen. Der Einsatz für eine nachhaltige Wirtschafts- und Umweltpolitik ist ein wesentlicher Bestandteil ihres Wirkens.

Nach einer Ausbildung zur Redakteurin bei der Münsterschen Zeitung, studierte sie Geschichte und Germanistik an der Universität Augsburg. Die Historikerin (M.A.) arbeitete zehn Jahre als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache, Geschichte und Deutsch, bevor sie eine dreijährige Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck erhielt. Presse- und Öffentlichkeitsreferentin der St. Petri Kirche zu Lübeck war sie schließlich von 2004 bis 2006.

Heute ist sie als Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Landtagsabgeordnete und ehemalige Landtagsvizepräsidentin in Schleswig-Holstein. Ihr politisches Leitmotiv ist gleichzeitig ihre Inspiration für die Mitgliedschaft im DVL-Vorstand: Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt. Die Entscheidungen die wir heute treffen, sollen an den Folgen für die nachfolgende Generation ausgerichtet sein. Dazu gehört, so Marlies Fritzen, nicht zuletzt die Erhaltung der Biologischen Vielfalt. Der DVL leistet bundesweit mithilfe seiner lokalen Mitgliedsverbände wertvolle Arbeit für die natürliche Vielfalt und den Erhalt der Arten in unserer Kulturlandschaft. Davon ist sie überzeugt!

Prof. Dr. Kai Frobel

Mitglied des Vorstandes

Vorsitzender des Vorstandes der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken Naturschutzzentrum Wasserschloß Mitwitz e. V.
Stellvertretender Vorsitzender des LPV Mittelfranken e. V.
Stellvertretender Vorsitzender des LPV Frankenwald e. V.
Leiter des Referates für Artenschutz des Bundes Naturschutz in Bayern e. V.


Prof. Dr. Kai Frobel ist langjähriger Begleiter der Landschaftspflegeverbände (LPV). Als studierter Geoökologe weiß er, was möglich und nötig ist, um mehr und bessere Biotopflege, Renaturierungsprojekte und eine nachhaltige Regionalentwicklung zu fördern. Seit Mitte der 1980er Jahre gestaltet er als Gründungsmitglied des LPV Mittelfranken und des DVL aktiv ihre konzeptionelle Ausrichtung mit. 

Sein jahrelanger Einsatz konzentriert sich vor allem auf die Verbreitung der Idee der Drittelparität: Politik, Landwirtschaft und Naturschutz sorgen gleichberechtigt für den Erhalt und die ökologische Nutzung der Landschaft. Dazu mussten aber erst die einzelnen Akteure überzeugt werden. Frobel ist dafür verantwortlich, schon frühzeitig die klassischen Naturschutzverbände für diese Idee gewonnen zu haben. Engagiert, aber mitunter auch kritisch, sollen sie die LPV begleiten.

Der Naturschutz hat Frobels Arbeit geprägt. Seit 1985 ist er hauptberuflich im BUND Naturschutz in Bayern e. V., Landesfachgeschäftsstelle in Nürnberg tätig. Zudem ist er heute Leiter des Naturschutzreferates des Bund Naturschutzes (BN), Sprecher des Bundesarbeitskreises Naturschutz des BUND und Projektkoordinator „Grünes Band“ des BUND. Er ist stellvertretender Vorsitzender der LPV Mittelfranken und Frankenwald, Vorsitzender der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken und Vorstandsmitglied des Naturschutzzentrums Wengleinpark.

Seit 2002 ist er externer Lehrbeauftragter für Naturschutz an der Universität Bayreuth. Für sein Engagement wurde Kai Frobel mit dem Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz, dem Gerhard-Thielke-Naturschutzpreis, der Bayerische Verfassungsmedaille in Silber sowie der Bayerische Europamedaille ausgezeichnet.

"Ich möchte, dass die Bewegung der LPV sich positiv weiterentwickelt und ihre unabhängige Mittlerfunktion behält."

Gerald Krämer

Mitglied des Vorstandes

Geschäftsführer Krämer Agrar Consulting


Gerald Krämer, gebürtiger Niedersachse, kam schon früh in Berührung mit Bauernhöfen und Landwirtschaft – eine Faszination, die ihn sein ganzes Leben lang nicht verließ. Nach seinem Agrarstudium in Halle an der Saale arbeitete er einige Jahre als Banker und landwirtschaftlicher Unternehmensberater. Dabei sammelte er nicht nur auf deutschem Boden, sondern auch im Balkanraum Erfahrungen.

2013 kaufte er in Thüringen einen Hof mit Schwerpunkt Ackerbau, Ende 2016 übernahm er aus einem Konkurs einen Biohof im Mittelgebirge mit über 250 Mutterkühen und Nachzucht. Heute managt die Krämer Agrar Consulting, bestehend aus Gerald Krämer und seiner Ehefrau, diese Betriebe von der Stadt aus – am Schreibtisch und per Laptop.

Für sein ungewöhnliches Geschäftskonzept wurde Gerald Krämer 2017 beim Ceres-Award in der Kateorie Management nominiert. Seit 2018 ist er Vorstandsmitglied des DVL. Da sein Lebensmittelpunkt in der Stadt, sein Berufsfeld aber im ländlichen Raum angesiedelt ist, hat er Erfahrung im Umgang mit verschiedenen und kontroversen Interessen der verschiedenen Bevölkerungsschichten – auch in Bezug auf Landschaftspflege.

Tilo Kummer

Mitglied des Vorstandes

Vorsitzender des Vorstandes des Naturparkes Thüringer Wald e. V.
Bürgermeister der Stadt Hildburghausen
Mitglied des Thüringer Landtages 1999-2019


Tilo Kummer studierte an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin nach einem landwirtschaftlichen Grundlagenstudium Binnenfischerei und Gewässerökologie von 1990-1995 und schloss als Diplom-Fischereiingenieur ab. Nach einer Zeit als selbstständiger Zierfischzüchter und Zoohändler kandidierte er 1999 für den Thüringer Landtag, dessen Mitglied er bis 2019 war.

Mit seiner durchgängigen Mitgliedschaft in dem für Landwirtschaft zuständigen Ausschuss sowie durch seine Funktion als Vorsitzender des Umweltausschusses seit 14 Jahren sammelte er umfangreiche Erfahrungen über die Probleme und Möglichkeiten der Pflege unterschiedlichster wertvoller Biotope und Landschaften.

Seit einigen Jahren ist er Nebenerwerbslandwirt mit einem reinen Grünlandbetrieb am Rande des Thüringer Waldes sowie Naturparkvorsitzender, so dass zu den politischen Erfahrungen auch noch umfangreiche Kenntnisse in der praktischen Umsetzung der Landschaftspflege hinzukommen.

Im Jahr 2020 wurde Tilo Kummer zum Bürgermeister der Kreistadt Hildburghausen in Thüringen gewählt.

Ulrich Müller

Mitglied des Vorstandes

Vorsitzender des Vorstandes des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes e. V.
Vorsitzender des Vorstandes des Verbandes Badischer Klein- und Obstbrenner e. V.
Mitglied des Vorstandes des Naturparkes Schwarzwald Mitte/Nord e. V.
Land- und Forstwirt


Seit 2013 ist der gelernte Landwirtschaftsmeister und Kreisverbandsvorsitzende des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes Ulrich Müller Vorstandsmitglied des DVL. Dem Vollerwerbsland- und Forstwirt liegt dabei die aktive Vertretung der Bauern in den benachteiligten Gebieten besonders am Herzen.

Als Bewirtschafter eines Schwarzwaldhofes im Ortenaukreis verbindet ihn mit dem DVL der Wunsch nach der Offenhaltung der Landschaft und dem Ziel den Bauern eine Wertschöpfung aus ihren Betrieben zu ermöglichen. Eine Vision, die er selbst bereits lebt. Zusammen mit seiner Frau hat er in Berghaupten im Schwarzwald einen Regionalmarkt mit dem Namen Markt-Scheune ins Leben gerufen. Im Angebot sind über 600 Produkte aus der Region – erzeugt aus nachhaltiger Landwirtschaft, artgerechter Tierhaltung und in Zusammenarbeit mit über 60 Kleinbauern und Kleinbetrieben.

Ulrich Müller ist neben seinem Ehrenamt im BLHV auch Vorsitzender der Badischen Kleinbrenner, sowie Vorstandsmitglied im Naturpark Schwarzwald Mitte/ Nord.

Kai Pönitz

Mitglied des Vorstandes

Lehrer für das Lehramt an berufsbildenden Schulen


Kai Pönitz wurde in Freiberg (Sachsen) geboren und wuchs auf dem Bauernhof der Familie auf. Der dazugehörige Landwirtschaftsbetrieb mit fast allen Nutzflächen war der Kollektivierung in der ehemaligen DDR zum Opfer gefallen. Nach einer landwirtschaftlichen Lehre folgten Tätigkeiten in einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft sowie einem Staatsforstbetrieb. Wegen des Engagements in der evangelischen Kirche und einer Wehrdiensttotalverweigerung war das Studium der Agrarwissenschaften sowie der Landwirtschaft der Tropen und Subtropen erst nach dem Zusammenbruch der DDR zwischen 1991 bis 1996 in Leipzig möglich. Zwischen 1996 und 1999 folgte eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bodenschutz und Rekultivierung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus.

Im Jahr 1999 wurde der Landwirtschaftsbetrieb der Familie im Nebenerwerb wieder eingerichtet und auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt. Parallel dazu bekam Pönitz im Jahr 2000 einen Lehrauftrag für Landwirtschaft am damaligen Staatlichen Amt für Landwirtschaft mit Lehranstalt Freiberg-Zug, dem heutigen Fachschulzentrum Freiberg-Zug. Seit 2007 ist Kai Pönitz Inhaber des Höheren Lehramtes für berufsbildende Schulen in den Bereichen Biologie und Landwirtschaft.

Seit 2015 bewirtschaftet er den Familienbetrieb im Haupterwerb. Er ist Mitglied im LPV Mulde-Flöha e. V., im NABU und in der Vereinigung ökologischer Landbau - GÄA e. V. Der Naturschutz steht im Zentrum der betrieblichen Entwicklung.

Sein Motto: Landwirtschaft ist kein Beruf, sondern eine Lebensweise.

Matthias Schillo

Mitglied des Vorstandes

Vorsitzender des Rates der Stiftung Deutsche Landschaften
Rechtsanwalt


Matthias Schillo ist 1949 im Saarland geboren. Nach einigen Semestern Physik und Chemie in München absolvierte er bei der Augsburger Allgemeinen eine Redakteursausbildung und war anschließend in Neuburg an der Donau als Redakteur des Donaukuriers tätig. Es folgte ein Jurastudium in Berlin mit weiterer journalistischer Tätigkeit für den Sender Freies Berlin. Anschliessend war Schillo viele Jahre als Richter in Zivilsachen des Berliner Landgerichts und des Kammergerichts (Oberlandesgericht) tätig. In dieser Zeit war er Vorsitzender des Volksbundes Naturschutz und als Vertreter der Naturschutzverbände Vorstand und anschliessend Vorsitzender des Rats der Berliner Landesstiftung Naturschutz.

Im Gefolge der "Wende“ wurde Schillo vom (West-)Berliner Senat als Abteilungsleiter Recht an den Magistrat von Berlin, Hauptstadt der DDR delegiert und nahm an den Verhandlungen zum Einigungsvertrag (Bereich Justiz) teil. Danach war er Abteilungsleiter für das Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR bei der Treuhandanstalt. 1991 kehrte er an das Kammergericht zurück.

1996 verließ Schillo den Justizdienst und gründete Die TreuHanf Aktiengesellschaft zur Implementierung von nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere Hanf, in die Industrie. Das Ziel wurde erreicht, allerdings nicht im erhofften Umfang.

Seit 2004 ist Schillo als Rechtsanwalt in eigener Kanzlei in Potsdam tätig. Er gehört dem Vorstand des DVL seit 1993 an, ist seit der Gründung 2002 als Vorsitzender des Rates der Stiftung Deutsche Landschaften tätig, und erledigt derzeit auch deren Geschäftsführung.

Volkmar Viehweg

Mitglied des Vorstandes

Vorsitzender des Vorstandes des DVL-Landesverbandes Sachsen e. V.
Vorsitzender des Vorstandes des Landschaftspflegeverbandes Westerzgebirge e. V.
Bürgermeister der Gemeinde Stützengrün


Volkmar Viehweg ist gelernter Bankkaufmann und war bis zu seiner Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2014, 29 Jahre bei der Sparkasse Aue-Schwarzenberg (später Erzgebirgssparkasse) tätig. Er verantwortete dort als Unternehmensbereichsleiter den Bereich Marketing/Werbung/Öffentlichkeitsarbeit und als Pressesprecher war er auch für die Unternehmenskommunikation zuständig. Seit der Gründung dreier Stiftungen der Sparkasse Aue-Schwarzenberg arbeitete er in deren Vorstand mit und stand diesen als Vorstandsvorsitzender ab 2008 vor.

In seiner freien Zeit ist er im heimischen Garten oder auch gern in den umgebenden Wäldern unterwegs. „Es ist mir ein Anliegen, diese reiche Natur unserer Region in ihrer Ursprünglichkeit so zu erhalten, dass Menschen – Einheimische wie Gäste – Ruhe und Entspannung finden, aber auch aktiv und sportlich unterwegs sein können. Das muss sich nicht gegenseitig ausschließen", so Viehweg, der auch Vorstandsvorsitzender der regionalen Gebietsgemeinschaft „Rund um den Kuhberg“ ist und sich damit für die touristische Entwicklung der Grenzregion zwischen Erzgebirge und Vogtland stark macht. Die Bewahrung der Schöpfung ist ihm als Christ ein wichtiges Anliegen.

So wie in meiner sächsischen Heimat, gibt es in ganz Deutschland Projekte und Gebiete, die besonders wertvoll für unser Land sind. Es ist überaus reizvoll und eine Herausforderung, die regionalen Ziele und Besonderheiten mit den Zielen und Vorgaben der Landesregierung in Einklang zu bringen – gemeinsam mit allen Verantwortlichen kann eine fruchtbringende Symbiose gelingen", ist Volkmar Viehweg überzeugt.

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