Die Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Landschaftspflegepreises

Der Deutsche Landschaftspflegepreis würdigt herausragende Leistungen zum Erhalt und Entwicklung unserer Kulturlandschaften und wird jährlich verliehen. Es können vorbildliche Projekte und engagierte Personen ausgezeichnet werden. An Stiftungen oder Unternehmen kann für deren herausragendes Engagement ein Sonderpreis vergeben werden.

Preisträgerinnen und Preisträger 2019

Zwei Projekte und drei Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2019 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Dr. Gabriele Andretta MdL, Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, und Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergaben die Preise am 4. Juli 2019 in Göttingen.

Wie jedes Jahr wurden auch 2019 die Gewinnerinnen und Gewinner anhand eines Bewertungsbogens ermittelt, welcher von den Vorständen und dem Fachbeirat des DVL aus ganz Deutschland ausgefüllt wurde.

"Innovative Projekte"

Erster Preis: Ziegenfreunde Bermersbach

Für den Erhalt der historischen Kulturlandschaft des mittleren Murgtals engagieren sich die Mitglieder des Vereins seit 1998 sehr erfolgreich. Burenziegen, die ausschließlich der Landschaftspflege dienen, weiden auf den steilen, nährstoffarmen Böden. Durch diese Form verträglicher Bewirtschaftung werden wertvolle Lebensräume vieler Arten effektiv geschützt. Mit dem Zusammenschluss unzähliger Einzelgrundstücke zu großen, zusammenhängenden Weideflächen und dem Angebot der Ziegenpatenschaften leistete der Verein Pionierarbeit und trägt wesentlich zur Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Kulturlandschaft bei.

Zweiter Preis: Naturweiden Donaumoos

Um ökologisch wertvolle Flächen nachhaltig zu schützen, setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos erfolgreich für eine naturschutzkonforme Landnutzung ein. Durch einen Zusammenschluss extensiver Weideflächen garantiert sie eine schonende Landnutzung von 234 ha Fläche und trägt damit maßgeblich zu einer enormen Artenvielfalt bei. Durch angepasste Bewirtschaftung wiedervernässter Moorflächen wirken die Landwirte des Projekts als Klimawirte der ersten Stunde und repräsentieren eine moderne multifunktionale Landwirtschaft in einem einzigartigen Biotopverbund.

"Engagierte Personen"

Erster Preis: Bernd Eißrich

Für die Entwicklung der sächsischen Kulturlandschaft setzt sich Landwirt Bernd Eißrich seit vielen Jahren auf vorbildliche Weise ein. Seit über 20 Jahren ist er als Mitglied im Vorstand des Landschaftspflegeverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aktiv. Mit seinem umfangreichen berufspraktischen Erfahrungsschatz engagiert er sich bei vielfältigen Landschaftspflegemaßnahmen, im Besonderen für den Erhalt wertvoller Streuobstbestände. Zudem wirkt er als authentischer Multiplikator zur Vermittlung landschaftspflegerischen Wissens über die Region hinaus.

Zweiter Preis: Roland Barthelmes

Roland Barthelmes leistet als dienstältester Kreisschäfermeister Thüringens einen wichtigen Beitrag zum Erhalt landschaftstypischer Biotope der thüringischen Rhön. Er ist Mitinitiator eines länderübergreifenden Exkursionsprogrammes zwischen Hessen und Thüringen, das jährlich für private wie institutionelle Akteure naturschutzfachlichen Austausch ermöglicht. Sein besonderes Augenmerk gilt der Förderung des beruflichen Nachwuchses, um nachhaltige Landschaftspflege durch Schafbeweidung auch in Zukunft zu ermöglichen.

"Undotierter Sonderpreis"

Professor Dr. Wolfgang Schumacher

Professor Dr. Wolfang Schumacher hat sich als Ordinarius für Geobotanik und Naturschutz der Universität Bonn und Abteilungsleiter für Landwirtschaft, Gartenbau und ländlichen Raum im nordrhein-westfälischen Land- und Umweltministerium aktiv in die Entwicklung der Landschaftspflege eingebracht. Der „Eifel-Professor“ gilt als „Vater des Vertragsnaturschutzes“ in Deutschland. Aus Überzeugung setzt er sich für die Belange der Kulturlandschaft und des Naturschutzes ein. Vor allem die gleichberechtige Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Naturschützern ist ihm ein zentrales Anliegen.

Preisträgerinnen und Preisträger 2018

Zwei Projekte und zwei Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2018 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften ausgezeichnet. Der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen Bodo Ramelow, und Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergaben die Preise am 13. Juni 2018 in der Festkirche St. Oswald zu Schnett.

Wie jedes Jahr wurden auch 2018 die Gewinnerinnen und Gewinner anhand eines Bewertungsbogens ermittelt, welcher von den Vorständen, dem Fachbeirat, den Landessprechern und den ehrenamtlichen Koordinierungsstellen des DVL aus ganz Deutschland ausgefüllt wurde.

"Innovative Projekte"

Erster Preis: Ganzjahresweide mit Rindern im Südharz

Der LPV Harz e.V. setzte zusammen mit der Agrargenossenschaft Gonnatal/Leinteal eG und dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz ein von der EU gefördertes Modellvorhaben zur ganzjährigen Bewegung der kleinteiligen Harzer Kulturlandschaft mit Robustrindern (Salers-Rindern) um. Das Projektgebiet deckt nicht nur Magerrasen und Streuobstwiesen ab, sondern schließt vor allem auch Kleinhalden des mittelalterlichen Kupferbergbaus mit ein.

Zweiter Preis: Wilde Weiden Taubergießen

Bürgermeister Jochen Paleit und Landwirt Tilman Windecker setzten ein Beweidungsprojekt zusammen mit dem LEV Ortenaukreis um. Auf zuvor intensiv genutzten Grünland- und Ackerflächen weiden jetzt Mutterkühe mit ihren Kälbern und Konikstuten. Seit 2017 sind 60 Hektar Auwald hinzugekommen. Die einstige Beweidung von nicht nur Wiesen, sondern auch Wald wurde hier am Rhein wieder etabliert.

"Engagierte Personen"

Erster Preis: Reinhard Heß

Reinhard Heß, als Landwirt und Geschäftsführer eines Herdenzuchtbetriebs für Mutterkühe engagiert er sich für Naturschutz und eine naturverträgliche Landwirtschaft. Durch seine Mutterkuhherden zeigt er, wie "Schutz durch Nutzung" funktionieren kann und erhält so die mittelerzgebirgische Kulturlandschaft.

Zweiter Preis: Tommy Bauß

Tommy Bauß, Züchter der Ziegenrasse "Red Kalahari". Der Anfang 30-Jährige leistet einen großen Beitrag zum Erhalt der Rhöner Kulturlandschaft. Bauß´sche Ziegen schaffen Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Weiterhin engagiert er sich im Thema Wolf und ist ein Wegbereiter für Weidetierhalter im Umgang mit dem Wolf für das Land Thüringen.

Preisträgerinnen und Preisträger 2017

Zwei Projekte und fünf Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2017 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften ausgezeichnet. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf, Jürgen Huber, Bürgermeister der Stadt Regensburg, und Josef Göppel MdB, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergaben die Preise am 05. Juli 2017 im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses Regensburg.

Wie jedes Jahr wurden auch 2017 die Gewinnerinnen und Gewinner anhand eines Bewertungsbogens ermittelt, welcher von den Vorständen, dem Fachbeirat, den Landessprechern und den ehrenamtlichen Koordinierungsstellen des DVL aus ganz Deutschland ausgefüllt wurde.

"Vorbildliche Projekte"

Erster Preis: Biodiversitätsprojekt Juradistl – Biologische Vielfalt im Oberpfälzer Jura

Seit Projektstart im Jahr 2002 arbeitet „Juradistl“ am Erhalt der artenreichen Kulturlandschaft in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neumarkt in der Oberpfalz, Regensburg und Schwandorf sowie in den Städten Amberg und Regensburg. Innovativ war damals der Ansatz eines naturräumlich orientierten Arten- und Naturschutzes, bei dem nicht nur die jeweiligen LPV über die administrativen Grenzen hinweg zusammenarbeiten.

Aktuell ist Juradistl eines der beiden großen Biodiversitätsprojekte der Oberpfalz und umfasst ca. 20 % der gesamten Fläche des Regierungsbezirks. Ende 2020 wird eine 20-jährige Projektlaufzeit erreicht sein. Darüber hinaus besteht das Netzwerk aus mehr als 200 Partnern: Kommunen, Ämter, Behörden, Verwaltungen, Vereine, Verbände, Unternehmer, Gastronomen, Metzgereien, eine Kelterei, Einzelhandelsgeschäfte, Getränkemärkte, Landwirte, Tourismuseinrichtungen und viele andere sind eingebunden.

Zweiter Preis: Goldmarie sucht Eremit & Co

Bestandteil dieses Projektes vom LPV Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist eine Pflanzaktion mit dem Titel „3 Äpfel für Goldmarie“. Alle Streuobstwiesenbesitzer werden aufgerufen, sich mit einem kreativen Beitrag, z. B. in Form einer Geschichte oder außergewöhnlichen Bildern ihres „Obst‐Wiesen‐Schatzes“ zu bewerben. Im Gegenzug erhalten alle Teilnehmer im Herbst drei hochstämmige Obstbäume alter regionaler Sorten vom LPV. Eine lokale Baumschule liefert das Pflanzgut, welches in Sachsen gezogen wird. Außerdem sind eine Seminarreihe, ein Obst-Wiesen-Wettbewerb und ein Streuobstwiesenfest Teil des Projekts.

"Engagierte Personen"

Erster Preis: Rudolf Sirch und Gerhard Süßmaier

Rudolf Sirch als Vollerwerbslandwirt (Milchviehhalter) und Gerhard Süßmair (Ackerbau) mittlerweile als Nebenerwerbslandwirt sind seit 25 Jahren in der Landschaftspflege aktiv. Angefangen hat alles mit der Ausbildung zum Fachwirt für Naturschutz und Landschaftspflege. Mittlerweile pflegen sie Biotopflächen in den Landkreisen LL, AIC sowie im Stadtgebiet Augsburg. Mehr oder weniger großen Herausforderungen begegnen sie immer mit dem Satz „Des mach´ ma scho!“, wie Landessprecher Nicolas Liebig vom LPV Stadt Augsburg in seiner Dankesrede berichtete. Mit ihrer Zuverlässigkeit und fachlichen Kompetenz haben sie mehrfach eigenständig innovative Arbeitsverfahren für die Landschaftspflege entwickelt. In diesem Zusammenhang wurden spezielle Maschinen erworben oder selbst (um-)gebaut.

Zweiter Preis: Heinrich Faatz

Der 70-jährige ist neben seiner Tätigkeit als erster Bürgermeister der Gemeinde Walsdorf nicht nur praktizierender Landwirt und Kreisobmann des Bauernverbandes, sondern auch als Mitglied im Kreisrat tätig. Er vereint somit die drei Bereiche Naturschutz, Landwirtschaft und Politik in seiner Person. Vor 25 Jahren trug er maßgeblich zur Gründung des LPV Landkreis Bamberg bei und ist seit 15 Jahren 1. Vorsitzender dieses Verbands. Diverse Projekte wie z.B. zum Erhalt des Dunklen Wiesenknopf-Ameisen-Bläulings oder dem „Beweidungsprojekt Aurachochse“ unterstützt der Preisträger mit großem Engagement.

"Undotierter Sonderpreis"

Josef Homeier & Konrad Seilbeck, Wasserwirtschaftsamt Regensburg

Beide Preisträger haben in beispielgebender Weise vorbildlich zur Partnerschaft zwischen den Landschaftspflegeverbänden und den Wasserwirtschaftsämtern in ganz Bayern beigetragen. Mit Weitsicht und Mut zu neuen Denkweisen sowie unter Ausschöpfung aller behördlichen Möglichkeiten wurden innovative Projekte und Partnerschaften begründet. Ergebnis ist das „Regensburger Modell“, eine vorbildliche Zusammenarbeit von Wasserwirtschaftsamt und Landschaftspflegeverband.

Preisträgerinnen und Preisträger 2016

Zwei Projekte und fünf Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2016 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften ausgezeichnet. Andrea Dombois MdL, Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags, und Josef Göppel MdB, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergaben die Preise am 29. Juni 2016 in Dresden.

„Mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis wird ein weithin wichtiges Zeichen gesetzt“, sagte Andrea Dombois MdL in ihren Grußworten. Die Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags ist selbst „leidenschaftliches“ Mitglied im Landschaftspflegeverband in ihrer Heimatregion Sächsische Schweiz/Osterzgebirge und kennt daher die vielfältigen Initiativen der Verbände sehr gut. Sie seien nicht mehr wegzudenken. Das Engagement der Landschaftspflegeverbände trage schon heute überall im Land Früchte, die noch – und das sei das Wichtigste – nachfolgenden Generationen zugutekommen. Die lebendige Vielfalt der Kulturlandschaften lasse sich nur erhalten, wenn Landwirtschaft und Naturschutz weiterhin intensiv und noch stärker als bisher zusammenarbeiten.  

"Vorbildliche Projekte"

Erster Preis: boden:ständig

Um die Fruchtbarkeit der Böden zu erhalten, arbeiten Landwirte und Gemeinden mit ihren Partnern aus Verbänden und Verwaltung in der Initiative boden:ständig des Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammen. In der Umsetzung der Initiative werden die drei Elemente Boden, Gewässer und Landschaft miteinander verbunden. Beim Aufbau der Initiative war der Landschaftsverband Kelheim VöFe.V. initiierende und treibende Kraft. In ihren mittlerweile sechs boden:ständig-Projekten haben die engagierten Personen des Landschaftspflegeverband Kelheim die Ziele wie den Erosionsschutzfest im Blick. Sie stellen sichbeispielsweise den besonderen Herausforderungen des Hopfenanbaus und der Anlage von landschaftsgerechten Rückhaltesystemen. Bei den Projekten, die sich durch einen sehr hohen Anspruch auszeichneten, seien „Meister ihres Faches“am Werk, sagte Klaus Fackler, stellvertretender Landessprecher der LPVin Bayern, in seiner Laudatio. Die kooperative Arbeitsweise der Landschaftspflegeverbände biete eine gute Grundlage für die boden:ständig-Projekte.

Zweiter Preis: Heideverein

Die Mitglieder des Heidevereins unterstützen den örtlichen Schäfer Schaible mit seinen 500 Mutterschafen und einigen Ziegen auf vorbildliche Weise. Seit 27Jahren übernehmen sie auf einer Fläche von circa 50 Hektaren Pflegearbeiten. Die Hilfestellung war notwendig, weil Teilbereiche der Heide und Streuobstwiesen trotz der Hüteschafhaltung zu verbuschen drohten. In 17.643 Arbeitsstunden – das sind 2 Jahre Tag und Nacht Arbeit –wurden Verbuschungen zurückgedrängt, Streuobstbäume gepflegt und Feldhecken abschnittsweise auf den Stock gesetzt. Über die Jahre hat sich dadurch die Heidelandschaft im Mühlbachtal in Bergfelden in ihren ursprünglichen Zustand zurück entwickelt. Mit Veranstaltungen wie den Heidefesten unter dem Motto „Heidenei!“oder den Streuobsttagen fördert der Verein das Bewusstsein dafür, dass der Erhalt der Kulturlandschaft eine öffentliche Aufgabeist und nicht dem Bewirtschafter allein übertragen werden kann.

"Engagierte Personen"

Erster Preis: Christoph Mann

Christoph Mann kommt aus der Landwirtschaft und hat sich bereits früh für Naturschutz engagiert. Die Idee der Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Politik, Landwirtschaft und Naturschutz überzeugte den Diplom-Agraringenieur von Anfang an. Vor mehr als 25 Jahren, 1990, gründete er den ersten Landschaftspflegeverbandin Sachsen - den LPV Oberes Vogtland e.V. – und initiierte als Geschäftsführer vorbildliche Projekte. Mit de n„Naturmärkten in Sachsen“ setzte er Zeichen für die Entwicklung der Direktvermarktung. Mit dem Wiederaufbau des Riedelhofes schuf er einen Ort, an dem sich Natur und Kultur begegnen. Dem „Vogtländer des Jahres 2007“ ist wichtig, dass die Landschaftspflegeverbände Theorie und Praxis verbinden und das umsetzen, wovon sie reden .In seiner Dankesrede wies Christoph Mann auf die Bedeutung der Zusammenarbeit hin: „Großflächig geht Naturschutz nur mit der Landwirtschaft“.

Zweiter Preis: Beate Leidig, Wilhelm Wackler und Martin Zorzi

Das Trio Leidig, Wackler, Zorzi engagierte sich für den Landschaftserhaltungsverband Schwäbisch Hall und zog dort zwanzig Jahre an einem Strang. Als ein Schiff könne man sich den Verband vorstellen, sagte Antonia Klein in ihrer Laudatio. Beate Leidig habe als Kapitän die Segel gesetzt, Wilhelm Wackler habe für den stetigen Wind gesorgt und Martin Zorzi müsse man als kreativen Konstrukteur bezeichnen. Denn der Biologe und Geschäftsstellenleiter des Umweltzentrums Schwäbisch Hall (UZ) nahm mit seinen visionären und praktikablen Ideen oft die Rolle des Vordenker ein. Die Geschäftsführerin des Landschaftserhaltungsverbandes ,Beate Leidig, sorgte als Frau der Tat für die Umsetzung von Landschaftspflege-Maßnahmen. Und der Vertreter des Bauernverbandes, Wilhelm Wackler, engagierte sich als „Türöffner“ für die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und die Anerkennung des Naturschutzes in der Landwirtschaft. Zusammen –als Trio –waren sie wichtige Akteure für die Entwicklung der Landschaftserhaltungsverbände in Baden Württemberg. Denn vor 20 Jahren betraten sie alle Neuland und konnten sich nicht auf bewährte Strukturen verlassen.

"Undotierter Sonderpreis"

Andreas Heinz MdL

Andreas Heinz MdL ist seit 1991 Abgeordneter im Sächsischen Landtag und Vorsitzender des CDU-Arbeitskreises Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft. Der Diplom-Agraringenieur bewirtschaftet seinen eigenen Betrieb nach den Regeln des ökologischen Landbaus. Schwerpunktmäßig baut er Getreide an. Er ist aber auch in der Landschaftspflege aktiv und bewahrt mit Schafen artenreiche Flächen vor Verbuschung. Aus Überzeugung setzt sich der langjährige agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag in seiner politischen Arbeit für die Belange der Kulturlandschaft und des Natur-schutzes ein. Ein zentrales Anliegen ist ihm dabei die in den Landschaftspflegeverbänden gelebte Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Naturschützern. Der Ausgleich der unterschiedlichen Interessen ist ihm wichtig. Andreas Heinz MdL sagt: „Die Wahrheit liegt immer irgendwo in der Mitte“.

Preisträgerinnen und Preisträger 2015

Zwei Projekte und zwei Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2015 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften ausgezeichnet. Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergab die Preise am 8. Juli 2015 im Dorint Pallas Wiesbaden.

"Vorbildliche Projekte"

Almauftrieb in Niedergladbach

Für ihr langjähriges Engagement beim „Almauftrieb in Niedergladbach“ wurde der Landschaftspflegeverband Rheingau-Taunus, das Schäferpaar Brunhilde und Bernhard Sygulla sowie die Gemeinde Schlangenbad mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. In der Niedergladbacher Gemarkung beweiden Schafe, Ziegen und Robustrinder, wie Galloways weit über 40 Hektar, die mit Hilfe gezielter Entbuschungen in arten- und strukturreiches Grünland umgewandelt werden konnten. Außerdem unterstützte der LPV die Gründung einer Erzeugergemeinschaft für die Vermarktung von Weidetierprodukten. Mit der Wiederaufnahme der Bewirtschaftung entstand wieder arten- und strukturreiches Grünland, was die Attraktivität des Landschaftsbildes für Bewohner und Besucher erheblich steigerte.

Tümpel im Grünen - Lebensraum für Molch und Unke

Mit dem Projekt „Tümpel im Grünen“ hat der LPV Nordwestmecklenburg großes Engagement gezeigt und damit wesentlich zur Sicherung der Populationen von Kammmolch und Rotbauchunke beigetragen. Zusammen mit Landwirten, Eigentümern und Kommunen sanierte der Landschaftspflegeverband zwischen 2009 und 2014 insgesamt 28 Sölle und Moore innerhalb des FFH-Gebietes. Die überwiegende Zahl der "Tümpel" wurde bis auf den Mineralboden ausgebaggert.Durch die Renaturierung hat der Landschaftspflegeverband Nordwestmecklenburg eine strukturreiche Agrarlandschaft mit einem hohen Anteil an naturnahen Grünflächen entwickelt und Lebensraum für die gefährdeten Amphibien geschaffen. Heute sind ihre Populationen wieder stabil. Auch die Bedürfnisse der Landnutzer wurden bei diesem kooperativen Projekt berücksichtigt. Die Flächen um die „Tümpel im Grünen“ werden, ohne Pflanzenschutz- und Düngemittel, weiterhin landwirtschaftlich genutzt.

"Engagierte Personen"

Hans Maurer, Warngau

Hans Maurer gilt im bayerischen Oberland als Vorreiter und führender Spezialist für die Bewirtschaftung steiler und nasser Flächen und die Biotopgestaltung. Er begann bereits vor ca. 30 Jahren im Landkreis Miesbach mit der Spezialisierung auf schwierige, brachliegende Standorte und entwickelte hierfür in Eigenregie zahlreiche Spezialfahrzeuge und die entsprechende Methodik zur "Wiederinbetriebnahme" sowie zur Erhaltung dieser wertvollen Wiesen. Hans Maurer lebt aus Überzeugung ökologisch und nachhaltig. Er achtet bei Führung seines landwirtschaftlichen Betriebs auf das Schließen von Kreisläufen und auf den Erhalt wertvoller Naturstrukturen. Inzwischen pflegt Maurer in den Landkreisen Miesbach, Rosenheim, München, Ebersberg, Dachau und Fürstenfeldbruck im Auftrag der Naturschutzbehörden und Landschaftspflegeverbände die schwierigsten Mager- und Feuchtflächen auf ca. 60 ha und nimmt dafür Anfahrten von bis zu 80 km auf sich. Maurer hat sich, auch durch seine enge Zusammenarbeit und den Austausch mit Naturschutzkräften weitreichendes Wissen über die Lebensraumansprüche von Arten erworben.

Hansjörg Fischer, Öhningen

Hansjörg Fischer ist ein herausragender Landwirt, der die Landschaftspflege zu seiner Passion und zu seinem Lebensinhalt gemacht hat. Ein wesentliches Standbein seines Betriebs ist die Landschaftspflege. Er betreibt jährlich Landschaftspflege auf der Fläche von etwa 250 Fußballfeldern. Fischer reiste aus eigenem Antrieb mehrmals nach Kanada und England und ließ sich dortige Raupenschleppertechnik vorführen. Verhandelte mit den dortigen Herstellern und schaffte es entsprechende Technik auf hier herkömmliche Schlepper anpassen zu lassen. Seine Motivation ist es vorhandene, bewährte, schonende landwirtschaftliche Technik auf fragilen Naturschutzflächen zu nutzen. Durch die nun mögliche Schlepperbearbeitung der Feucht- und Steilflächen können sämtliche Anbaugeräte, wie Mähwerk, Presse, Mulcher in diesen sensiblen Bereichen eingesetzt werden. Die bisherige langwierige, teure Handarbeit oder Arbeit durch Balkenmäher kann weitgehend ersetzt werden. Durch Fischers Innovationsfreude konnten Quantensprünge in der Pflege von Feuchtgebieten und Steillagen erreicht werden.

Preisträgerinnen und Preisträger 2014

Zwei Projekte und zwei Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2014 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Minister Alexander Bonde und Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergaben die Preise am 9. Juli 2014 in Schwäbisch Hall.

"Innovative Projekte"

Erster Preis: Gemeinsam für die Schlingnatter – ökologische Trassenpflege in Wuppertal

Im Bereich des ehemals regelmäßigen Vorkommens der Schlingnatter am Rande des Marscheider Waldes in Wuppertal waren seit Mitte der 1980er Jahre keine Nachweise mehr gelungen. Das war 1995 der dringende Anlass für die Gründung eines Arbeitskreises zum Schlingnatterschutz in Wuppertal. Als gemeinsame Aufgabe wurden die Suche nach den „letzten Überlebenden“ der Schlingnatternpopulation sowie eine langfristige und nachhaltige Verbesserung des Lebensraums durch gezielte Pflegemaßnahmen vor allem auf einer Freileitungstrasse, die den Marscheider Wald durchschneidet, vereinbart. Aktuelle Funde belegen nun ihre Verbreitung im gesamten Bereich dieser Trasse durch den Marscheider Wald.

Seit nahezu 20 Jahren trifft sich nun diese Arbeitsgruppe regelmäßig einmal jährlich. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern des ehrenamtlichen und des beruflichen Naturschutzes, des Landesbetriebs Wald und Holz NRW sowie des Energieversorgers amprion GmbH. Grundlage zur Umsetzung der Pflegemaßnahmen ist ein Biotopmanagementplan für die Freileitungstrasse, der im Auftrag des Leitungsbetreibers erstellt wurde und laufend fortgeschrieben wird. Alle Beteiligten der Arbeitsgruppe sowie ehrenamtliche Helfer halten die Leitungstrassen von Gehölzen und Adlerfarn frei und ermöglichen so eine gleichmäßige Besonnung des Biotops. Gleichzeitig wurden extra für die Leitart Schlingnatter charakteristische Lebensraumelemente geschaffen, die auch der von ihr repräsentierten Faunengruppe zu Gute kommt. So wurden der Oberboden abgeplaggt, Heide angesiedelt sowie Schnittholzstapel und eine große Natursteinmauer angelegt.

Es ist dem großen Engagement des freiwilligen Arbeitskreises zu verdanken, dass die Schlingnatterpopulation im Großraum Wuppertal erhalten werden konnte. Darüber hinaus wurden weitere Teilpopulationen auf angrenzenden Flächen nachgewiesen und Maßnahmen zur Vernetzung der Lebensräume getroffen. Die Öffentlichkeit ist kontinuierlich über die Fortschritte der Maßnahmen unterrichtet worden. Es wurden Fachtagungen und Exkursionen durchgeführt, Publikationen zum Projekt veröffentlicht, Vorträge organisiert und regionale und internationale Jugend-Work-Camps veranstaltet.

Für die engagierte, langjährige Zusammenarbeit und die hartnäckige und beispielhafte Pionierarbeit im Ökologischen Trassenmanagement wurde das Projekt „Gemeinsam für die Schlingnatter - ökologische Trassenpflege in Wuppertal“ mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet.

Zweiter Preis: Gewässerrenaturierungen auf dem Ostalb

Seit acht Jahren setzt sich der Landschaftserhaltungsverband Ostalbkreis dafür ein, Bäche und Flüsse auf der Ostalb zu renaturieren. Leitgedanke für das Projekt ist die Neuschaffung einer sich selbst erhaltenden „Naturlandschaft“. Dabei wird insbesondere angestrebt, das Wasser wieder in die Landschaft zu bringen, von wo es in den letzten beiden Jahrhunderten fast vollständig verdrängt wurde.

Die restaurierten Bachläufe zeichnen sich durch höchstmögliche Natürlichkeit in Bezug auf Lauflini-enführung (mäandrierend), Querprofil (Anhebung desAuewasserstands um 50 bis 120 cm, natürliche Prall-Gleithangbildung innerhalb eines bis weniger Hochwasserereignisse), Vernetzung von Bach und Aue durch jährliche Hochwässer in der gesamten Aue, Sohlsubstrat und Totholz aus. Insgesamt entstanden bisher ca. 14 km naturnahe Bachläufe. Die Gesamtprojektfläche beläuft sich auf 118 ha und wird überwiegend extensiv genutzt. Ein gutes Viertel davon wird extensiv beweidet, einige Hektar unterliegen der natürlichen Sukzession, der übrige Teil wird gemäht. Der größte Teil der Projektfläche unterlag zuvor einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung. Der Landschhaftserhaltungsverband Ostalbkreis brachte für die verschiedenen Renaturierungsvorhaben zahlreiche Beteiligte zusammen. So sind mehrere Wasser- und Bodenverbände, Kommunen und Vertreter der Fachbehörden für Flurneuordnung, Naturschutz und Wasserwirtschaft Mitgestalter der Maßnahmen. Bei zwei Bauabschnitten konnten Extensivweiden mit „Auerochsen“ (Heckrindern) etabliert werden. Gleichzeitig wurde ein umfangreicher Praxisleitfaden herausgegeben, um das gesammelte Wissen weiterzugeben. Die Bevölkerung schätzt die Umgestaltung der Gewässer sehr, was auch auf die gute Öffentlichkeitsarbeit zurückzuführen ist.

Für die erfolgreiche Renaturierung der Gewässer und die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit dazu werden die Fließgewässerrenaturierungen auf der Ostalb des Landschaftserhaltungsverbandes Ostalb mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis geehrt.

"Engagierte Personen"

Erster Preis: Dr. Hanspeter Hoernstein - Kurt Stöcklin

Schon seit Gründung der ersten Landschaftspflegeverbände begeisterte sich Dr. Hoernstein vom Landwirtschaftsamt Emmendingen für den kooperativen Ansatz von Naturschutz und Landwirtschaft und organisierte eine Exkursion nach Aschaffenburg zu dem dortigen Landschaftspflegeverband, damit sich die Emmendinger Akteure direkt vor Ort über Sinn und Arbeitsweise eines solchen Verbandes informieren konnten. Die Idee, einen Landschaftserhaltungsverband (LEV) in Emmendingen zu gründen, griff auch der damalige Kreisvorsitzende des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV), Kurt Stöcklin, auf. Dieser unterstützte das Vorhaben Dr. Hoernsteins. Zusammen führten sie unzählige Gespräche und leisteten viel Überzeugungsarbeit vor Ort und bei den Ministerien in Stuttgart, um letztendlich 1991 den Emmendinger Landschaftserhaltungsverband (LEV) gründen zu können.

Beide waren maßgeblich an allen wichtigen Entscheidungen des Verbandes beteiligt und trugen durch ihre ausgleichenden Charaktere zum Gelingen des Verbandes bei. Seit der Gründungsversammlung waren sie bis vor kurzem Vorstandsmitglieder des LEV. Hanspeter Hoernstein schied mit seiner Pensionierung im Sommer 2014 als Vorstandsmitglied aus, ist aber immer noch als Naturschutzbeauftragter im Fachbeirat des Vereins aktiv. Kurt Stöcklin erklärte im Februar 2014 nach über 22-jähriger Vorstandsarbeit altersbedingt seinen Rücktritt. Auch auf Bundesebene war Kurt Stöcklin über Jahrzehnte hinweg in der Vorstandschaft des DVL aktiv.

Die gute heutige Vernetzung des LEV Emmendingen mit Behörden und Landwirten und die erfolgreiche Durchführung verschiedenster Landschaftspflegemaßnahmen ist nur durch die Vertrauensbasis zwischen allen Beteiligten möglich, die maßgeblich von Hanspeter Hoernstein und Kurt Stöcklin in den letzten 25 Jahren mitgestaltet wurde.

Ihre Zusammenarbeit und großes Engagement von der ersten Stunde als Grundstein für denheutigen LEV Emmendingen und ihr Einsatz für die Gründung weiterer LEV in Baden-Württemberg wird mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis geehrt.

Zweiter Preis: Alexander Tauscher

Als 1991 der Landschaftspflegeverband (LPV) Westerzgebirge e. V. gegründet wurde, stand ihm Alexander Tauscher als Gründungsmitglied und bis 1995 als Geschäftsführer mit Rat und Tat zur Verfügung. Dabei hatte er wesentlichen Anteil an der Etablierung und Entwicklung des Vereins in den Anfangsjahren. Durch sein persönliches Engagement konnten viele Landeigentümer als Mitglieder gewonnen werden.

Alexander Tauscher hat in seiner Zeit als Geschäftsführer mit ca. 570 Mitgliedern Pflegeverträge für 1.000 ha artenreiches Grünland im Westerzgebirge abgeschlossen und die Flächenpflege mit Landwirten organisiert. Diesem Engagement ist es zu verdanken, dass viele wertvolle Bergwiesen in der Region bis heute Bestand haben und ihren Artenreichtum auf Grund der naturschutzgerechten Bewirtschaftung und Pflege unter Mitwirkung des LPV bewahren konnten.

Unglaublich engagiert und mit viel Herzblut ging er seiner Arbeit nach. Ab 2001 arbeitete Tauscher als Bereichsleiter Biotoppflege beim LPV Westerzgebirge. Mit Mitarbeitern führte er Pflegearbeiten an sehr schwer zugänglichen, artenreichen Bergwiesen durch. Neben der eigentlichen Pflege bonitierte er Pflanzen in den geschützten Gebieten und ermöglichte so eine systematische Erfolgskontrolle auf den wertvollen Flächen.

Die langjährige vorbildliche Arbeit von Alexander Tauscher trug entscheidend dazu bei, dass der Landschaftspflegeverband hohes Ansehen bei Landnutzern, Kommunen und Behörden genießt. Für sein unermüdliches Engagement und seinen Einsatz für die Natur des Westerzgebirges wurde Alexander Tauscher mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet.

Preisträgerinnen und Preisträger 2013

Zwei Projekte und zwei Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2013 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Prof. Dr. Klaus Töpfer und Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergaben die Preise am 6. Juni 2013 in Berlin.

"Innovative Projekte"

Erster Preis: Naturschutz mit Genuss: die Regionalinitiative „Altmühltaler Lamm"

Im April 1997 wurde in Buch bei Riedenburg im Naturpark Altmühltal die vom Bayerischen Umweltministerium geförderte Regionalinitiative „Altmühltaler Lamm“ offiziell gestartet. Ziel war und ist es, vor allem die ökologisch bedeutsamen Wacholderheiden durch eine aktive Bewirtschaftung langfristig zu sichern.

Diese Bewirtschaftung maschinell schwer zugänglicher Flächen lässt sich nur mit einer langfristigen Schafbeweidung aufrechterhalten. Doch nur wenn die Schäfereibetriebe eine ökonomische Perspektive vorfinden, können die naturschutzfachlich hochwertigen Flächen erhalten werden. Daher wurden in diesem Projekt stabile Organisationsstrukturen für Verarbeitung, Produktion und Vermarktung aufgebaut, um die Hüteschäferei auch nachhaltig zu ermöglichen.

So entstanden Produktions- und Verarbeitungsrichtlinien in Zusammenarbeit mit den Schäfern, Fachberatern und Gastronomen/Metzgern. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Qualitätssicherung in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft wurde das „Kontrollprogramm Altmühltaler Lamm“ eingerichtet und privatrechtliche Verträge zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Endkunden geschlossen. Die Marke „Altmühltaler Lamm“, welche die Vermarktung langfristig unterstützen soll, wurde patentrechtlich gesichert. Der Verein „Hüteschäfer im Naturpark Altmühltal“ wurde als rechtswirksamer Vertragspartner des Markeninhabers und der Gastronomie- und Metzgereibetriebe gegründet. Diese Instrumente dienten auch als Vorlage für nachfolgende regionale Vermarktungsprojekte (z.B. Lechtal-Lamm, Juradistel-Lamm,…).

Seit Projektstart 1997 wurden bislang über 30.000 Lämmer vermarktet (jährlicher Absatz von ca. 2.500 Lämmern). Viele Gäste und Einheimische trugen so – bewusst oder unbewusst – dazu bei, die Hüteschäferei und damit die artenreichen Trockenrasen (Wacholderheiden) zu erhalten. Für den Naturpark Altmühltal hat das „Altmühltaler Lamm“ neben der ökologischen und wirtschaftlichen Wirkung vor allem auch eine imagebildende und damit tourismuswirksame Funktion eingenommen. So können neue Zielgruppen (auch weniger am Naturschutz Interessierte) für Naturschutzthemen erreicht und begeistert werden.

Für die erfolgreiche Erhaltung wertvoller Wacholderheiden und des kulturhistorischen Berufes der Schäferei sowie der Aufklärung und touristischen Vermittlung darüber wurde das Projekt mit dem Landschaftspflegepreis ausgezeichnet.

Zweiter Preis: 25 Jahre Heidepflege auf dem Truppenübungsplatz Senne, NRW

Durch die Aufgabe extensiver Bewirtschaftungsformen wie der Wanderschäferei ist eine jahrhundertealte Kulturlandschaft, die Heide, in der „Normallandschaft“ Nordrhein-Westfalens fast verschwunden. Auf dem noch aktiv genutzten britischen Truppenübungsplatz Senne konnte sich mit ca. 2.000 Hektar die größte zusammenhängende Heidefläche Nordrhein-Westfalens mit einem faunistisch wertvollen Arteninventar erhalten, die eines der wertvollsten Gebiete dieses Bundeslandes darstellt.

Doch selbst dieses Areal ist durch mangelnde Bewirtschaftung von Verbuschung bedroht. Nur durch Fortführung historischer Landnutzungsformen kann es offengehalten werden. Dieser Aufgabe hat sich seit 1989 der Verein „Landschaftspflege und Artenschutz“ (ein Vorgänger der heutigen Biologische Station Kreis Paderborn - Senne e.V.) verschrieben. 2001 wurde der Truppenübungsplatz als FFH- und Vogelschutzgebiet gemeldet. Eine Schutzgebietsausweisung nach bundesdeutschem Naturschutzrecht erfolgte wegen der militärischen Nutzung jedoch nicht, stattdessen wird die Umsetzung der FFH- und EU-Vogelschutzrichtlinie vertraglich geregelt.

Um die Flächen offenzuhalten, müsste eigentlich wieder geplaggt und beweidet werden. Da die Plaggenwirtschaft durch Blindgänger auf dem Truppenübungsplatz nicht durchführbar ist, haben die Vereinsmitglieder mittels Spenden eine Heidschnuckenherde zur Pflege der Heideflächen aufgebaut. Heute werden die Flächen von einem Schäfer regelmäßig beweidet. Zusätzlich werden von der Biologische Station Kreis Paderborn - Senne e.V. und viel ehrenamtlicher Hilfe die einzigartigen Heideflächen vorwiegend manuell von Traubenkirsche, Kiefer und Birke freigehalten. Die Heidschnuckenschäferei hat sich seit dem Bau eines Schafstalls und Heulagers zu einem Besuchermagneten entwickelt. Zur Lammzeit und zum Tag der offenen Tür („Heideblütenfest“) kommen zahlreiche Gruppen (darunter viele Kindergruppen) und interessierte Bürgerinnen ud Bürger, um die Lammzeit erleben zu können. Hierbei werden sie von den Schäfern der Biologischen Station betreut.

Dieses jahrzehntelange Engagement des Erhalts einer regional sehr bedrohten und wertvollen Kulturlandschaft und der Aufklärung über historische Nutzungsformen wurde mit dem Landschaftspflegepreis ausgezeichnet.

"Engagierte Personen"

Erster Preis: Dieter Sedlmayer

Dieter Sedlmayer hat als großer Treiber die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie in Bayern mitbegründet. Sie ist das fördertechnische Rückgrat für die Arbeit der Landschaftspflegeverbände und Vorbild für die Landschaftspflegeförderung in ganz Deutschland.

Seit den 90er Jahren und bis heute hat Dieter Sedlmayer die Landschaftspflegeverbände (LPV) als wichtigster Ansprechpartner aus der Praxis für die Regierungen und Ministerien etabliert, u.a. indem er maßgeblich die Einrichtung und Förderung der Koordinierungsstelle für die bayerischen Landschaftspflegeverbände unterstützte, die seit 1997 existiert.

Gleichzeitig hat er deutschlandweit als Begleiter, Initiator und Unterstützer geholfen, Landschaftspflegeverbände nach dem „bayerischen Modell der Freiwilligkeit“ (freiwillige Naturschutzleistungen durch Landwirte unterstützt durch LPV) zu gründen. Ebenfalls verankerte er als Referatsleiter Landschaftspflege und Naturschutzförderung beim Bayerischen Umweltministerium die Landschaftspflege in der bayerischen Politik sowie bei politischen Entscheidungen und half maßgeblich, die bayerischen Naturschutzförderprogramme in das Fördersystem der EU zu überführen. Die bewährte Landschaftspflegeförderung und der Vertragsnaturschutz konnten damit nicht nur erhalten, sondern noch deutlich ausgebaut werden.

Sein großes Anliegen ist immer, dass landschaftspflegerische Maßnahmen nicht nur einmalig durchgeführt werden, sondern in Betriebsabläufe oder Wertschöpfungsketten nachhaltig integriert werden. Als Unterstützer der Paritäten innerhalb der Landschaftspflegeverbände war es ihm immer wichtig, speziell die Praxis zu fördern. Insbesondere der Schäferei gab er damit als zentralen Partner in der Landschaftspflege Gewicht.

Kulturlandschaftsschutz und Naturschutz ist komplex und vielfältig. Deshalb hat er die Arbeit der Landschaftspflegeverbände durch Einführung neuer Themen (z.B. Biomasse aus der Landschaftspflege) erweitert und damit deren Position gestärkt. Hinweisen, Verbesserungsvorschlägen oder Kritik  in der Landschaftspflege und von den Landschaftspflegeverbänden räumte er hohe Priorität ein und kümmerte sich oft auch persönlich um Problemlösungen vor Ort. Vorschläge aus der Praxis nahm er ernst und integrierte sie soweit möglich in gesetzliche Vorgaben.

Für sein Engagement und all die langjährige Arbeit für die Landschaftspflege erhält Dieter Sedlmayer den Deutschen Landschaftspflegepreis.

Zweiter Preis: Herbert Köhler

Die Region rund um Schmölln herum war stark intensiv landwirtschaftlich geprägt. Bereits in der DDR galt der Kreis Schmölln mit nur 3% bewaldeter Fläche als extrem waldarm. In seiner Amtszeit als Bürgermeister von Schmölln richtete Herbert Köhler einen Grüngürtel als Biotopverbund rund um die Stadt ein, was den Waldanteil in der Region verdoppelte. Dafür benötigte er jedoch zu fast 100% Ackerland und trotzte dafür erfolgreich vielen Widerständen von Agrargenossenschaften. Weiterhin initiierte er 2011 ein Projekt, um diesen Grüngürtel zur Ansiedlung von Niederwild und Bodenbrütern herzurichten. Gleichzeitig übernahm die Stadt Schmölln unter seiner Federführung die Trägerschaft eines Projektes zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Sprotte (eines Flusses).

Herbert Köhler engagierte sich persönlich, um Spendengelder für Landschaftspflege- und Naturschutzprojekte aufzutreiben. Er steht für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt und spricht energisch alle Betroffenen wie Landwirte, Jäger, Kommunen, Naturschützer und Flächeneigentümer auf ihren Beitrag an. Köhler leistet unermüdlich Überzeugungsarbeit und bewegt zum Mitmachen. So konnte durch sein Engagement der Landschaftspflegeverband Altenburger Land 2012 ein weiteres Projekt beginnen, das Überschwemmung der Straßen und Häuser bei Unwetter verhindern soll, indem Hecken gepflanzt und Regenrückhaltebecken ausgebaggert wurden. Ebenso helfen diese Spendengelder dem Landschaftspflegeverband Altenburger Land, Schutzgebietspflege zu betreiben.
Das Kleinklima in und um die Stadt Schmölln hat sich durch die umgesetzten Maßnahmen verbessert. In Zukunft werden auch positive Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt in der Region erwartet.

Herbert Köhler ist ein Kämpfer für Natur und Landschaft und hat durch seinen stetigen hohen persönlichen Einsatz in den letzten 20 Jahren Beispielhaftes in der Region Schmölln und im Landkreis Altenburger Land geschaffen. Die Verleihung des Deutschen Landschaftspflegepreises würdigt diesen Einsatz.

Preisträgerinnen und Preisträger 2012

Zwei Projekte und zwei Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2012 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Landrätin Birgit Hesse und Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergaben die Preise am 19. September 2012 im Schloss Hasenwinkel in Bibow, Nordwestmecklenburg.

"Innovative Projekte"

Erster Preis: Thalhamer Moos im Landkreis Mühldorf. Erfolgreiche Kooperative Wildlandstiftung Bayern

Zusammenarbeit zahlt sich aus! Der Landschaftspflege-verband Altötting und die Wildland Stiftung Bayern wurden für die Erhaltung des Thalhamer Mooses im Landkreis Mühldorf mit dem Landschaftspflegepreis geehrt.

Das Projekt leistet aktive Nachbarschaftshilfe durch den Landschaftspflegeverband Altötting: Im Nachbarlandkreis Mühldorf am Inn gibt es noch keinen Landschaftspflegeverband. Gleichzeitig besteht jedoch ein hoher Bedarf an Landschaftspflege, insbesondere im Thalhamer Moos bei Walkersaich im Isental. Dabei handelt es sich um ein circa 40 ha großes bedeutendes Niedermoorgebiet, das als FFH-Gebiet (7739-371 Isental) ausgewiesen ist.

Dieses Niedermoor mit seinen angrenzenden Feuchtwiesen drohte durch Nutzungsaufgabe der nicht maschinell bewirtschaftbaren Zentralflächen endgültig zu verbuschen. Zudem wurde die Nutzung angrenzender Flächen intensiviert, was das Moos durch den daraus folgendem Stickstoffeintrag gefährdete. Damit wäre ein wichtiger Lebensraum von Wiesenbrütern (z.B. Bekassine, Kiebitz) und Durchzüglern verloren gegangen.

Die Wildland-Stiftung als Naturschutzorganisation des Bayerischen Jagdverbandes engagierte sich seit 10 Jahren für den Erhalt des Thalhamer Mooses. Sie kam auf den LPV Altötting mit der Bitte zu, für die Umsetzung der Maßnahmen mit Rat und Tat zu helfen. Ziel war es auch, insbesondere das Vertrauen der Landwirte vor Ort zu gewinnen, um landschaftspflegerische Maßnahmen langfristig als sinnvolle und wirkungsvolle Instrumente des Naturschutzes entwickeln zu können.

Durch gemeinsame Anstrengungen des Landschaftspflegeverbandes Altötting und der Wildland Stiftung Bayern sowie beteiligter Landwirte wurde das Gebiet entbuscht, durch Schnitt und Abfuhr des Aufwuchses ausgehagert, Bruthabitate angelegt und angrenzende Landwirte fachlich beraten und zur extensiven Nutzung gewonnen. Die Vorbehalte gegen die Aktivitäten im Thalhamer Moos sind bei den Landwirten weitgehend ausgeräumt, viele Bauern sind mittlerweile echte Partner für die Umsetzung. Um auch die heimatliche Bedeutung des Moores herauszustellen, wurde eine Torfhütte nach historischem Vorbild errichtet, die 2010 mit einer naturkundlichen Ausstellung ausgestattet wurde.

So konnte dort ein wertvolles Moor mit seiner typischen Fauna und Flora vor dem Zuwachsen bewahrt werden. Das Thalhamer Moos stellt zweifellos eines der wichtigsten Lebensräume im Landkreis Mühldorf dar. Es ist zu erwarten, dass das positive Beispiel der Kooperation zwischen Landschaftspflege und Landwirten bzw. Jagdverband auf andere Gebiete im Landkreis Mühldorf ausstrahlt. Die hier gewonnen Erfahrungen lassen sich so gut übertragen. Die Bemühungen, im Kreis Mühldorf einen Landschaftspflegeverband zu gründen, wurden durch die Kooperation von LPV Altötting und Wildland-Stiftung stark befördert.

Für diesen Einsatz über den eigenen Tellerrand hinaus wurde dieses erfolgreiche Projekt mit dem Landschaftspflegepreis geehrt.

Zweiter Preis: Renette - Eifeler Obstwiesen, NRW

Durch die Aufgabe extensiver Bewirtschaftungsformen wie der Wanderschäferei ist eine jahrhundertealte Kulturlandschaft, die Heide, in der „Normallandschaft“ Nordrhein-Westfalens fast verschwunden. Auf dem noch aktiv genutzten britischen Truppenübungsplatz Senne konnte sich mit ca. 2.000 Hektar die größte zusammenhängende Heidefläche Nordrhein-Westfalens mit einem faunistisch wertvollen Arteninventar erhalten, die eines der wertvollsten Gebiete dieses Bundeslandes darstellt.

Doch selbst dieses Areal ist durch mangelnde Bewirtschaftung von Verbuschung bedroht. Nur durch Fortführung historischer Landnutzungsformen kann es offengehalten werden. Dieser Aufgabe hat sich seit 1989 der Verein „Landschaftspflege und Artenschutz“ (ein Vorgänger der heutigen Biologische Station Kreis Paderborn - Senne e.V.) verschrieben. 2001 wurde der Truppenübungsplatz als FFH- und Vogelschutzgebiet gemeldet. Eine Schutzgebietsausweisung nach bundesdeutschem Naturschutzrecht erfolgte wegen der militärischen Nutzung jedoch nicht, stattdessen wird die Umsetzung der FFH- und EU-Vogelschutzrichtlinie vertraglich geregelt.

Um die Flächen offenzuhalten, müsste eigentlich wieder geplaggt und beweidet werden. Da die Plaggenwirtschaft durch Blindgänger auf dem Truppenübungsplatz nicht durchführbar ist, haben die Vereinsmitglieder mittels Spenden eine Heidschnuckenherde zur Pflege der Heideflächen aufgebaut. Heute werden die Flächen von einem Schäfer regelmäßig beweidet. Zusätzlich werden von der Biologische Station Kreis Paderborn - Senne e.V. und viel ehrenamtlicher Hilfe die einzigartigen Heideflächen vorwiegend manuell von Traubenkirsche, Kiefer und Birke freigehalten. Die Heidschnuckenschäferei hat sich seit dem Bau eines Schafstalls und Heulagers zu einem Besuchermagneten entwickelt. Zur Lammzeit und zum Tag der offenen Tür („Heideblütenfest“) kommen zahlreiche Gruppen (darunter viele Kindergruppen) und interessierte Bürgerinnen ud Bürger, um die Lammzeit erleben zu können. Hierbei werden sie von den Schäfern der Biologischen Station betreut.

Dieses jahrzehntelange Engagement des Erhalts einer regional sehr bedrohten und wertvollen Kulturlandschaft und der Aufklärung über historische Nutzungsformen wurde mit dem Landschaftspflegepreis ausgezeichnet.

"Engagierte Personen"

Erster Preis: Agrarökonom Dr. Heinrich von Bassewitz

Seit 1992 betreibt Dr. Heinrich Graf von Bassewitz ökologischen Landbau auf dem Familiensitz Gut Dalwitz in Mecklenburg. Anfangs nur mit Grünland und mittelmäßigem Acker wirtschaftend, wurde ihm klar, dass dieses Gebiet ein besonderes Nutzungskonzept benötigt, das ökologischen Landbau, Tourismus und regionale Entwicklung mitein-schließt. Daher sind heute seine wirtschaftlichen Standbeine vielfältig: Rinderzucht, Ackerbau, Freilandeier-produktion, Pferdezucht, Schafhaltung, nachhaltige Energieproduktion aus Biogas und Solarstrom sowie das Feriengut.

Mit großem Interesse für die Landschaft gründete er 2003 mit 16 gleichgesinnten Landwirten die erste gentechnikfreie Region Deutschlands. 2006 gründete Bassewitz den Verein „Mecklenburger Agrarkultur“ mit dem Ziel, diese Kulturlandschaft sowie die traditionellen Gutsparke zu erhalten und weiter für Tourismus und ländliche Entwicklung zu erschließen. Der Verein ist seit 2008 eingetragener Landschaftspflegeverband (LPV) und Bassewitz dessen Vorsitzender. Er sorgt u.a. für die Freihaltung und Neuanlage von Wegen, organisiert Veranstaltungen in den Gutshäusern und unterstützt die schwach touristisch erschlossene Region mit der Erstellung von Naturführern, Rad-/Wanderkarten und Musikveranstaltungen. Gleichzeitig konnte der LPV ein funktionierendes Netzwerk von Gemeinden, Ferienanbietern und Landwirten aufbauen.

Eine aus den Augen verlorene Kulturlandschaft gelangt durch den Einsatz von Dr. von Bassewitz zu neuer Blüte. Daher wurde er als Vorbild für die Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit und Naturschutz sowie einer nachhaltigen Regionalentwicklung für sein persönliches Engagement mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis geehrt.

Zweiter Preis: Schäfermeister Martin Geßner

Landschaftspflege mit Schafen kann nicht hoch genug bewertet werden: sie halten verbuschungsgefährdete Hänge und Bergwiesen frei, Streuobstwiesen und Grünland offen.Die Schäferei Geßner aus Bedheim sorgt seit 20 Jahren mit ihren Schafen und Ziegen für den Erhalt der Kulturlandschaft und damit für Lebensraum seltener Arten (wie der Arnika). Im waldreichen Thüringer Wald ist gerade die Offenhaltung eine der größten Herausforderungen, die nur durch regelmäßige Beweidung gemeistert werden kann.

Schäfermeister Martin Geßner, der bereits seit 30 Jahren mit Hingabe den Beruf ausübt, weiß darüber hinaus, wie wichtig es ist, diese Arbeit den Menschen näher zu bringen. Vielen ist der Zusammenhang von Nutzung und Kulturlandschaft gar nicht mehr bewusst. Daher zieht er heute nicht mehr nur mit seinen Merinolandschafen über die Weiden im Naturpark Thüringer Wald, sondern klärt auch Besucher und Bewohner über seine Arbeit auf, kocht mit Wirten Lammgerichte und erzählt Kindern von Schafen und Bergwiesen. Gerade wegen steigender Kosten, sinkender Einnahmen, geringer Entlohnung von Fleisch und Wolle sowie Nachwuchsproblemen ist Aufklärung über die gesellschaftliche Bedeutung der Schäferei von großer Bedeutung. Hüteschäferei ist kein Selbstzweck, sondern erhält die Vielfalt unserer Kulturlandschaft.

Schäfermeister Geßner ist neben seiner Arbeit aktiv im Vorstand des Landschaftspflegeverbandes Thüringer Wald e.V. tätig, engagiert sich als Mitglied des Landschaftspflegeverbandes Thüringer Grabfeld und auch noch im Vorstand des Thüringer Landesschafzucht-Verbandes.

Daher wurde Martin Geßner für sein langjähriges Wirken und sein besonderes Engagement mit dem Landschaftspflegepreis ausgezeichnet.

Preisträgerinnen und Preisträger 2011

Fünf Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2012 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet. Rainer Deppe MdL und Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergaben die Preise am 21. September 2011 im Kardinal-Schulte-Haus, Bergisch Gladbach.

"Engagierte Personen"

Horst Elz - Sonnenschied

Als Gründungsvorsitzender des Landschaftspflegeverbands Birkenfeld in Rheinland-Pfalz leistete Horst Elz viel Überzeugungsarbeit bei Landwirten, Kommunen und Naturschützern, um die Idee der Landschaftspflegeverbände zu verbreiten und sie zur Mitarbeit zu motivieren.

Beim Aufbau der Streuobstinitiative „Birkenfelder Originale“ war und ist sein ehrenamtlicher Einsatz unverzichtbar. Ob bei den Apfelannahmen, teilweise auf seinem eigenen Hof, beim Ernten von Streuobst, beim Dienst am Infostand oder bei der täglichen Mithilfe bei der Auslieferung der Streuobstprodukte kann der Verein immer auf seine Unterstützung zählen.

Ohne das Engagement und den Einsatz von Horst Elz wäre die erfolgreiche Arbeit des LPV Birkenfeld nicht möglich gewesen. Die Vielfalt in der Hunrücker Kulturlandschaft würde ohne die Birkenfelder Streuobstinitiative und die Bergwiesenheuvermarktung von Arnikawiesen verlieren. In diesem Wirken ist er Vorbild und Motivation für andere.

Birgit Reichel - Stützengrün/Erzgebirge

Von Anfang an unterstützte Birgit Reichel den Landschaftspflegeverband Westerzgebirge bei der Renaturierung der wertvollen sächsischen Bergwiesen. Ihrem persönlichen Einsatz als treibende Kraft ist die Entwicklung des Bergwiesenfestes zu demregionalen Fest mit überregionaler Bedeutung zu verdanken.

Birgit Reichel macht aus ihrer Liebe zum Erzgebirge keinen Hehl: der Erhalt der speziellen Kulturlandschaft ihrer Heimat ist eines ihrer Lieblingsthemen. Dabei liegt ihr die Akzeptanz der Natura-2000-Schutzgebiete vor allem in der Bevölkerung am Herzen. Erfolgreich propagierte sie den Nutzen der Natur für den Tourismus, die Kommunen und die Region. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Erzgebirge/Vogtland entstand ein Bergwiesen-Erlebnispfad, der den Bewohnern und Gästen den Wert der Landschaft in der Region greif- und sichtbar macht.

Mit nimmermüdem Engagement fördert Birgit Reichel eine dauerhafte, extensive Bewirtschaftung, insbesondere auf den bergigen, schwierig zu bewirtschaftenden Talhängen. Für sie liegt klar auf der Hand: Naturschutz ist eine Chance für die ländliche Entwicklung!

Josef Zeislmeier – Pfronten im Allgäu

Josef Zeislmeier, Bürgermeister von Pfronten, schlägt am liebsten mehrere Fliegen mit einer Klappe. So geht er als ehemaliger Lehrer mit Jugendlichen ins Gelände und mäht mit ihnen eine wertvolle Streuwiese. Dabei lernen sie viel über die Zusammenhänge von biologischer Vielfalt und Landwirtschaft, arbeiten im Team, fühlen sich ihrer Heimat stärker verbunden - und die Wiese ist gemäht!

Das ist Teil seines großen Engagements, für das Josef Zeislmeier ausgezeichnet wurde. Die Landschaftspflege mit Jugendlichen ist nur eine der zahlreichen Aktionen, die er zum Schutz der Streuwiesen im Allgäu ins Leben rief. So unterstützte er Beweidungsprojekte des Landschaftspflegeverbands mit Schafen und Ziegen, um Flächen vor der Verbuschung zu bewahren. Die Vermarktung von Produkten aus der Region für die Region liegt ihm ebenso am Herzen wie die Umweltbildung von Kindergärten bis hin zu berufsbildenden Schulen.

Die reizvolle Pfrontner Landschaft mit ihren verschiedenen, schwierig zu bewirtschaftenden Lebensräumen (steile Magerrasenhänge – extrem feuchte Moor- und Streuwiesenstandorte) muss weiter bewirtschaftet werden. Dafür setzt sich Josef Zeislmeier mit Leidenschaft ein!

Stefan Voigt - Ennepetal

Besonderer Lebensräume und Arten hatten es Stefan Voigt schon immer angetan, und dafür setzt er sich auch aktiv ein. So konzentriert sich sein Engagement auf eine einzigartige Naturlandschaft unter Tage, und zwar auf Höhlen. Er ist Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der Kluterthöhle und arbeitet auch bei vielen anderen Höhlen mit der Biologischen Station Oberberg zusammen.

Für die Aktivitäten des Vereins stellt er Bagger, LKW oder andere Maschinen seiner Firma kostenlos zur Verfügung. Aus eigenen Mitteln erwirbt Stefan Voigt karsttypische Grundstücke mit Höhlenzugängen, um diese dauerhaft zu sichern und unter Naturschutz stellen zu lassen. Dadurch werden die Zugänge zu den Höhlen offen gehalten, sie stehen damit Fledermäusen als Winterquartier zur Verfügung.

Er setzt sich dafür ein, dass aufstockende Laubwaldbereiche aus der Nutzung genommen werden und sich so mittel- bis langfristig zu wichtigen Habiten für Vögel und Fledermäuse entwickeln. Die Maßnahmen wirken sich positiv auf die biologische Vielfalt aus. So profitieren vom Einsatz Stefan Voigts nicht nur die besonderen Arten, für die sein Herz schlägt, sondern auch viele "Trittbrettfahrer"!

"Undotierter Sonderpreis"

Manuel Andrack

Manuel Andrack, Wanderbuchautor und Pate des Eisvogelprojekts der Biostation im Kreis Euskirchen, nähert sich der Kulturlandschaft am liebsten auf Schusters Rappen. Viele Tipps zu schönen Routen hat er in Büchern weitergegeben. Eine seiner liebsten Wanderregionen ist die Eifel, und dort ist er auch dem Eisvogel begegnet.

Dort wurden im Prether Bachtal die Lebensbedingungen für den seltenen Eisvogel verbessert. Infotafeln informieren Wanderer über den vielfältigen Lebensraum in und an Bächen. Mit seinem Namen und seinem Engagement gelingt es Manuel Andrack, Menschen zum Wandern und zu einem sanften Umgang mit der Landschaft zu motivieren.

Damit unterstützt er die Naturschutzarbeit der Biologischen Stationen, die über die Bachtäler weit hinaus geht. Für seinen gezielten Einsatz für den sanften Tourismus und Landschaftsprojekte in den deutschen Mittelgebirgen wurde Manuel Andrack mit dem Sonderpreis geehrt.

Preisträgerinnen und Preisträger 2010

Zwei Projekte und drei Personen wurden am Deutschen Landschaftspflegetag 2010 für ihre herausragenden Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften ausgezeichnet. Josef Göppel MdB, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, übergab die Preise am 23. September 2010 im Hotel Kloster Nimbschen in Grimma, Sachsen.

 

"Vorbildliche Projekte"

Erster Preis: Erfolgreiches Grundwasserschutzprojekt im Naturpark Altmühltal. Kooperation statt Restriktion

So wird Grundwasserschutz erfolgreich: Der Gewässerzweckverband Jachenhausener Gruppe, der seit Jahren mit zu hohen Nitratwerten im Trinkwasser zu kämpfen hatte, setzte statt auf eine teure Denitrifizierungsanlage auf die Kooperation aller Beteiligten. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsamt, dem Wasserwirtschaftsamt, dem Bauernverband, den Kommunen und dem Landschaftspflegeverein VöF wurde ein Schutzkonzept erarbeitet. Dieses Konzept ruht auf drei Säulen:
Die hohe Nitratbelastung des Trinkwassers nach Niederschlagsereignissen wurde durch punktuellen (Dolinensanierung) und flächigen Grundwasserschutz (grundwasser-schonende Bewirtschaftung landwirtschalftlicher Flächen) vermindert. Dazu kamen umfassende Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, um die Zusammenhänge im karstigen Frankenjura der Bevölkerung nahe zu bringen.
Aufgrund des bestehenden hervorragenden Netzwerkes des Landschaftspflegeverbands übernahm dieser das Management des gesamten Konzeptes.
Regelmäßig vorgenommene Kontrollen bestätigten den Erfolg: innerhalb von zwei Jahren konnte eine deutliche Absenkung der Nitratwerte im Boden erreicht werden. In der Folge ist auch die Belastung des Grundwassers gesunken.
Mit den nachweisbaren Erfolgen und der praxisnahen Beratung besitzt dieses Projekt zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie Modellcharakter, so dass es nicht nur mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis 2010 ausgezeichnet, sondern unter die 100 besten Leader+-Projekte eingereiht wurde.

Zweiter Preis: Moderation und Umsetzung des Gewässerrandstreifenprogramms entlang der Altenau

Entlang der Altenau, ein 18 km langes Flüsschen in Niedersachsen, das in die Oker mündet, setzt der Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel mit den Grundstückseigentümern das Projekt „Gewässerrandstreifenprogramm“ um. Damit dient die Landschaftspflege der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie.
In diversen Vorgesprächen wurden Konfliktfelder erfasst und die erfolgreiche Projektumsetzung in einer gemeinsamen Projektharmonisierung vereinbart. Da die Ackerzahlen in der Region sehr hoch sind, ist es insbesondere schwierig, Flächen entlang der Gewässer aus der Prodsuktion zu nehmen oder extensiv zu bewirtschaften.
Im Ergebnis des engagierten Einsatzes der Landschaftspfleger erklärten sich ca. 80% der Anlieger zur Zusammenarbeit bereit. In der Folge wurden mehr als 18 ha LN mit über 90 Bodenpunkten zu Gewässerrandstreifen entwickelt.


Für die Begrünung durch Graseinsaat übernahm der LPV Wolfenbüttel das Management und entwarf in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde ein Pflegemodell und den erforderlichen Pflanzplan. Der Landschaftspflegeverband pflanzte 5000 Büsche und Bäume entlang der Altenau.
Weitere vom Landschaftspflegeverband erworbene Restflächen wurden ökologisch aufgewertet und für Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit genutzt.
Die besondere Leistung innerhalb des Projekts liegt darin, in einer hochwertigen Ackerbauregion Flächen für Gewässerrandstreifen zu aktivieren und zu managen, und zwar nicht gegen, sondern gemeinsam mit den Landwirten. Diese reife Leistung hat den Deutschen Landschaftspflegepreis 2010 verdient.

"Engagierte Personen"

Erster Preis: Detlef Ratjen

Trotz eines sehr bescheidenen Auftretens und dem Bestreben, eher in der 2. Reihe zu stehen, ist Detlef Ratjen ein Mensch, der ein positives Bild des Naturschutzes in Schleswig-Holstein mitgeprägt hat. Besonders in seiner von ihm überaus geliebten Heimat Aukrug ist der feste Platz des Naturschutzes in allen Bevölkerungskreisen ohne ihn nicht denkbar. Der Ausgleich zwischen der Landnutzung einerseits und dem Naturschutz und der Landschaftspflege andereseits war Detlef Ratjen immer ein besonderes Anliegen. Als einer der ersten im Land forcierte er den naturnahen Gewässerausbau und förderte damit die durch bäuerliche Strukturen maßgeblich geprägte Schönheit und Vielfalt seiner Heimat. Er leitete die Gründung des „Naturschutzrings Aukrug“ in die Wege, aus der Überzeugung heraus, dass sich Landwirte freiwillig für den Naturschutz engagieren, wenn sie von Sinn und Zweck überzeugt sind und eine Gelegenheit dafür finden.

Seine Arbeit als Vereinsvorsitzender trug reiche Früchte. So wurden mehrere hundert Hektar Wald aus der Nutzung genommen und zu Naturwäldern entwickelt.Der Naturschutzring übernimmt überwiegend die Umsetzung der Natura-2000-Ziele in diesem Gebiet, wie die Pflege von über 200 ha Heide und naturnahem Offenland und die Umsetzung zahlreicher Artenschutzmaßnahmen.
Zwei besondere, über die Region ausstrahlende, Projekte mit nachhaltiger Wirkung stellen ERNA e.V. (Extensive Robustrinderhaltung im Naturpark Aukrug) und der Artenschutzkatalog dar.
Das Ziel ist hierbei, das naturnahe Offenland des Aukrugs aus der Region heraus gemeinschaftlich und qualitativ hochwertig zu pflegen. Das Projekt hat sich zu einem regionalen Markenzeichen entwickelt und erzielt mit seinem Vorbildcharakter eine überregionale Wirkung. Vor allem die örtlichen Landwirte sowie viele weitere Bürger der Region beteiligen sich daran. Für dieses langjährige Engagement erhielt Detlef Ratjen den Deutschen Landschaftspflegepreis 2010.

Zweiter Preis: Margot Franck und Gert Harz

Seit vielen Jahren engagiert sich die Betriebspartnerschaft Margot Franck und Gert Harz in der Lommatzscher Pflege, einer fruchtbaren Ackerregion bei Meißen, im Naturschutz. Sie wirtschaften in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft nach hohen ökologischen Maßstäben.
Auf einer Gesamtbetriebsfläche von 200 ha (davon 55 ha im ökologischen Landbau) finden sich neben Gemüse- und Getreideanbau 20 ha artenreiches Grünland wie Auwiesen und Magerrasen, letztere durch Schafe beweidet, ausgedehnte Streuobstbestände, Feldgehölze und 7 ha Wasserfläche eines naturnahen Speichers mit der größten Teichmuschelpopulation im Altkreis Meißen.

Margot Franck und Gert Harz sind die ersten sächsischen Produzenten von zertifiziertem, gebietsheimischem Wildpflanzensaatgut für Naturschutzmischungen. Insgesamt blühen und fruchten auf 17 ha Fläche 20 Gräser- und Kräuterarten.

Größtenteils ohne Fördermittel wurden Gehölzstrukturen und Ackerrandstreifen neu angelegt und Heuwiesen mit gebietsheimischem Wildpflanzensaatgut aufgewertet.
Das Engagement der beiden konzentriert sich auf die aufwendige Gestaltung naturnaher Strukturen in der ansonsten weitgehend ausgeräumten Lommatzscher Pflege. Die geschaffenen Flächen sind wertvolle Refugien für viele speziell angepaßte und bedrohte Pflanzen und Tiere.

"Undotierter Sonderpreis"

Privatbrauerei Metzler GmbH & Co. KG Dingsleben

Metzlers Handeln ist geprägt von einem breiten Engagement für die Entwicklung der gesamten Region und der Landschaft im Naturpark Thüringer Wald. Er ist dem Thüringer Wald mit Herz und Seele verbunden.
Dort engagiert er sich auch für Regional- und Landschaftspflegeprojekte. Er unterstützt die Thüringer WaldCard, das Naturtheater Steinbach-Langenbach und das Naherholungsgebiet Bergsee Ratscher finanziell und durch persönlichen Einsatz. Er bringt viele eigene Ideen und Vorschlägen ein und setzt seinen Einfluss für eine positive Wirkung von Vorhaben ein.  Zu den besonderen Projekten unter seiner Federführung gehört u.a. der alljährliche Bergwiesen-Mähwettbewerb des Landschaftspflegeverbands Thüringer Wald.

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