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Landwirt*innen packen gemeinsam an: Für mehr Agrarnaturschutz!

08.09.2022

Das Land Bandenburg übernimmt ab 2023 kooperative Agrarumweltmaß-nahmen in die Regelförderung. Dabei arbeiten Landwirt*innen zusammen für einen effektiveren Biodiversitäts- und Klimaschutz. Landschaftspflegeorganisationen unterstützen das Land derzeit bei der Erprobung. Die Arbeit der brandenburgischen Landschaftspflegeorganisationen wird beim ersten brandenburgischen Landschaftspflegetag am 9. September 2022 in Potsdam vorgestellt.

Ansbach/Michendorf – Das Land Brandenburg erprobt in sechs Pilotregionen die kooperative Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutzmaßnahmen in Agrarlandschaften und greift dabei auf die umfangreiche Erfahrung der Landschaftspflegeorganisationen in Brandenburg zurück. Landschaftspflegeorganisationen sind Bündnisse der Landwirtschaft, Naturschutz und der Kommunen. Mit ihrem Praxiswissen geben sie wichtige Impulse, um Biodiversitäts- und Klimaschutzmaßnahmen in die Fläche zu bringen. „Wir beraten vom Artenschutz über die Biotopvernetzung bis zum Management ganzer Natura 2000-Gebiete. Die überbetriebliche Zusammenarbeit von Landwirtinnen und Landwirten für gemeinsame Naturschutzziele ist bei Landschaftspflegeorganisationen seit über 30 Jahren Tagesgeschäft. Deren enormen Erfahrungsschatz und Innovationskraft müssen wir nutzen. In Brandenburg können wir zusammen mit dem Land einen Leuchtturm setzen“, erklärt Dr. Jürgen Metzner, Geschäftsführer des DVL.

Vorbild für den kooperativen Ansatz ist das sogenannte niederländische Modell für überbetriebliche Agrarnaturschutzmaßnahmen. Dort helfen Zusammenschlüsse aus landwirtschaftlichen Betrieben, das Antragswesen zu verschlanken und Maßnahmen besser auf die regionalen Zielsetzungen des Naturschutzes auszurichten. Gleichzeitig werden Sanktionsrisiken der Betriebe minimiert.

Expertengremium für Brandenburg

Eine „Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Kooperative AUKM“ unter der Leitung des DVL führt die Erfahrung aus den Pilotregionen zusammen. Sechs Landschaftspflegeorganisationen und mehrere Partnerinstitutionen, wie das Leibniz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF), suchen und erproben Lösungen für die Herausforderungen, die sich bei der kooperativen Abstimmung von Agrarnaturschutzmaßnahmen stellen: von der überbetrieblichen Antragsstellung im Agrarsystem über landschaftsbezogene Fachkonzepte bis zur Koordinierung der Umsetzung auf den Einzelflächen sind neue Ansätze erforderlich. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft, aus den Behörden und den Landschaftspflegeorganisationen zusammenzubringen. Wir müssen noch viel erproben und anpassen. Die Erfahrungen aus Brandenburg sind auch deutschlandweit von Bedeutung“, unterstreicht Metzner.

Austausch beim ersten brandenburgischen Landschaftspflegetag

Der interdisziplinäre Austausch steht auch im Mittelpunkt des ersten brandenburgischen Landschaftspflegetages, der am morgigen Freitag, 9. September 2022, in der Kulturscheune Marquardt in Potsdam stattfinden wird. Landwirt*innen, Naturschützer*innen und Kommunalpolitiker*innen diskutieren, wie Wertschöpfung in der Landschaft gelingen kann.

 

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