Hecken: Kraftlinien im ländlichen Raum
Ziele
Hecken zählen zu den vielfältigsten Strukturelementen der Kulturlandschaft. Sie verbinden Lebensräume, beugen Bodenerosion vor, mindern die Windwirkung, speichern Kohlenstoff und bieten Nist- und Rückzugsraum für unzählige Arten. Dennoch gehen Heckenlandschaften in weiten Teilen Bayerns weiter zurück, oft weil ihr wirtschaftlicher Nutzen nicht sofort erkennbar ist.
Das wollen wir ändern. Das Projekt „Hecken: Kraftlinien im ländlichen Raum“ richtet sich an Landwirt*innen, Energiegenossenschaften, Landschaftspflegeverbände und Fachbehörden. Ziel ist es, gemeinsam Akzeptanz zu schaffen und Hecken als multifunktionales Element des ländlichen Raums wieder zu stärken. Das Projekt zeigt auf, dass Hecken nicht nur ökologisch wertvoll sind, sondern sich damit wirtschaftlich rechnen, etwa als Quelle für Biomasse und Holzgewinnung.
Kurzbeschreibung
Wir stärken Hecken als wertvolle Elemente der bayerischen Kulturlandschaft. Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir Nutzungskonzepte, die ökologische Funktionen mit wirtschaftlichem Nutzen verbinden, und vermitteln die gewonnenen Erkenntnisse an die relevanten Akteur*innen.
Aktivitäten
1. Nutzungskonzepte entwickeln: Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung von Nutzungskonzepten, die den ökologischen und wirtschaftlichen Wert von Hecken verbinden und erfassbar machen. Die Konzepte sollen die unterschiedlichen Funktionen von Hecken aufzeigen, vom Windschutz über Erosionsschutz bis hin zu Biomasse- und Holzgewinnung.
2. Leuchtturmprojekte in der Praxis umsetzen: An ausgewählten Standorten werden die Konzepte erprobt und sichtbar gemacht. Beispielsweise wird untersucht, wie Hecken in intensiv genutzten Agrarflächen die Biodiversität fördern, welche Wirkung sie als Windschutz haben und wie sie in Betrieben bestmöglich als nachwachsender Energieträger nutzbar sind.
3. Praxisleitfaden erstellen: Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in einen praxisnahen Leitfaden ein. Er richtet sich an Landwirt*innen, Kommunen, Energiegenossenschaften und Landschaftspflegeverbände und bietet konkrete Handlungsempfehlungen, von der Planung bis zur Umsetzung.
4. Innovationen fördern: Über das TUM Venture Lab sollen zusätzlich junge Unternehmen und innovationsorientierte Akteur*innen für das Thema Heckennutzung gewonnen werden und ihre Ideen einbringen.
Laufzeit
2026 - 2028
Bundesland
Bayern




