Beratung und Coaching zum Thema Moorschutz

Ziele

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hat in den moorreichen Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen regionale Initiativen aus Landwirtschaft, Naturschutz, Kommunalpolitik, Tourismus und Wasserwirtschaft unterstützt und beraten.

Die Initiativen vor Ort können langfristig, nach dem Vorbild der Landschaftspflegeorganisationen, als Projektträgerinnen Moorschutzmaßnahmen und -projekte umsetzen und so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Kurzbeschreibung

Mit Vorträgen, Beratungsgesprächen und Workshops wurden die Akteurinnen und Akteure vor Ort zur konkreten Umsetzung von Moorschutzmaßnahmen, Nutzungsalternativen, Wertschöpfungsalternativen und zur Verbandsentwickung und -gründung beraten.

Aktivitäten

Im Vorhaben wurden:

  1. ein Starterpaket mit Hinweisen und Dokumenten zur Gründung und Finanzierung von kooperativen Verbänden zur Umsetzung von Moorschutzmaßnahmen veröffentlicht,
  2. in insgesamt 42 Regionen Akteurinnen und Akteure zu Förderung, Nutzungsalternativen und Wertschöpfungsmöglichkeiten beraten,
  3. in den drei Bundesländern Workshops und Tagungen durchgeführt und Akteursgruppen und Best Practice-Beispiele landesweit vernetzt,
  4. Gespräche mit Politik- und Verwaltung auf Landesebene geführt, um Fördermöglichkeiten für den kooperativen Moorschutz zu verbessern,
  5. kooperative Verbände bei der Gründung begleitet und gemeinsam mit Initiativen vor Ort Projektskizzen beziehungsweise -anträge entwickelt,
  6. die wesentlichen Ergebnisse und Erfahrungen in einem Leitfaden veröffentlicht.

Ergebnisse

Die Erfahrungen zeigen, dass regional verankerte kooperative Organisationen, zum Beispiel Landschaftspflegeverbände, die langfristig vor Ort arbeiten und bei denen die Interessen aller betroffenen Akteurinnen und Akteure berücksichtig werden, wesentlich zur Akzeptanz und zum Erfolg von Moorschutz beitragen. Sie können Moorschutzprojekte planen, Gelder akquirieren und die Projekte gemeinsam mit Partnern vor Ort durchführen.

Die Gründung einer Landschaftspflegeorganisation ist jedoch ein komplexes Vorhaben, da sich verschiedene Akteursgruppen mit oft unterschiedlichen Interessen in einem Verein zusammen organisieren. Günstige Rahmenbedingungen, vorwiegend Förderprogramme auf Länderebene, können den Gründungsprozess und die Etablierung eines jungen Verbands unterstützen. Neben einer verlässlichen Grund- und Anschubfinanzierung für kooperative Verbände braucht es auch praxistaugliche Fördermittel für Moorschutzmaßnahmen in der Fläche.

Denn wird das Wassermanagement der Moorflächen angepasst, muss sich auch die Nutzung ändern: Feucht- und Nasswiesen können mit robusten Rassen wie Wasserbüffeln und Moorschnucken beweidet werden. Werden die Flächen gemäht, kann der Aufwuchs zur Bioenergiegewinnung genutzt werden. Auf nassen Flächen können aber auch sogenannte Paludikulturen angebaut werden, zum Beispiel Schilf und Rohrkolben, zur Nutzung als Baumaterialien. Die nasse Bewirtschaftung von Moorflächen ist jedoch derzeit noch keine etablierte landwirtschaftliche Nutzungsoption. Für Landnutzende ist die Wirtschaftlichkeit der angepassten Nutzung zentral. Landschaftspflegeorganisationen können als Vermittler den Weg zu einer wirtschaftlich tragfähigen, klimafreundlichen Landnutzung beraten und begleiten.

Laufzeit

2016 - 2019

Fördermittelgeber

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