Heckenrückschnitt für und durch Landwirte – Erfolgreiches KULAP-Programm wird fortgesetzt
16.02.2026
Ansbach/München/Laufen – Hecken sind prägende Landschaftselemente und wichtige Bestandteile eines intakten Biotopverbunds. Sie schützen Böden vor Erosion, wirken als Windschutz und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wertvollen Lebensraum. Damit sie diese Funktionen dauerhaft erfüllen können, ist ein regelmäßiger, fachgerechter Rückschnitt unerlässlich.
Mit der Maßnahme „Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen“ im Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) werden Landwirtinnen und Landwirte unterstützt, ihre Hecken nach klaren ökologischen und fachlichen Kriterien zu pflegen und zu verjüngen. So bleiben die Gehölzstrukturen dicht, stabil und artenreich und gleichzeitig gut mit der landwirtschaftlichen Nutzung vereinbar.
Bei einem Vor-Ort-Termin in der Stadt Laufen hat die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber einen fachgerecht durchgeführten Heckenrückschnitt besichtigt und dabei den Erfolg des Programms hervorgehoben. Sie unterstrich, dass die Maßnahme „Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen“ auch im Winter 2026/27 weitergeführt wird und damit Planungssicherheit für die teilnehmenden Betriebe bietet.
„Hecken sind prägende Elemente unserer bayerischen Kulturlandschaft“, betone Staatsministerin Michaela Kaniber. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Böden, bremsen den Bodenabtrag auf landwirtschaftlichen Flächen und sind zugleich wertvolle Lebensräume für viele Arten. Dass unsere Bäuerinnen und Bauern diese Hecken fachgerecht pflegen, ist gelebter Natur- und Klimaschutz in der Praxis. Mit dem Kulturlandschaftsprogramm setzen wir hier gezielt an und unterstützen dieses Engagement verlässlich. Diesen erfolgreichen Weg werden wir konsequent weitergehen.“
Als Vertreter der bayerischen Landschaftspflegeverbände erklärte der stellvertretende Landessprecher Klaus Fackler, wie eng und erfolgreich die Verbände seit Jahren mit dem Landwirtschaftsministerium bei der Umsetzung der Heckenerneuerung zusammenarbeiten. Durch Beratung, Planung und Begleitung der Maßnahmen tragen sie dazu bei, dass Hecken praxistauglich auf landwirtschaftlichen und kommunalen Flächen erhalten bleiben. Die fachlichen Leitlinien, Schulungen und Zertifizierungen für die Konzepterstellung durch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gewährleisten dabei den aktuellen Wissenstransfer und die Maßnahmenqualität. „Dem Landwirtschaftsministerium ist in den letzten Jahren mit der KULAP-Maßnahme ‚Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen‘ ein wirkungsvolles und gleichzeitig abwicklungstechnisch schlankes Programm gelungen“, lobt Fackler. „Für die Fortführung ist eine attraktive Förderung über Agrarumweltmaßnahmen in der GAP ab 2028 von zentraler Bedeutung.”
Im Rahmen des Termins wurden eine über 100 Meter lange Hecke bei Moosham, am Rand einer bewirtschafteten Fläche besichtigt, deren Rückschnitt der Landschaftspflegeverband Biosphärenregion Berchtesgadener Land beantragt hat. Landwirt und FlächeneigentümerFranz König erläuterte im Gespräch mit der LPV-Geschäftsführerin Susanne Thomas, wie er das vom LPV erstellte Konzept umsetzte, dadurch die Bewirtschaftung seiner Fläche weiterhin möglich ist und gleichzeitig die Artenvielfalt gestärkt wird.
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