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Kreuzkräuter und Naturschutz

Beginn:
31.01.2017, 14:30 Uhr
Ort:
Göttingen

Internationale Fachtagung

Die heimischen, hellgelb blühenden Kreuzkräuter sind wichtige Futterpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten. Sie enthalten aber auch Giftstoffe aus der Gruppe der Pyrrolizidin-Alkaloide (PA), die die Leber schädigen und Weidetiere gefährden können. Vergiftungen sind selten. Dennoch ist es Ziel, die Giftstoffe sowohl im Tierfutter als auch in Lebensmitteln so weit wie möglich zu minimieren. Was ergibt sich daraus für den Umgang mit Kreuzkräutern auf Naturschutzflächen? Auf welchen Flächen sollen Kreuzkräuter wie reguliert werden?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Kreuzkraut-Fachtagung, an der international anerkannte Expertinnen und Experten ihre Studienergebnisse präsentieren und aus der Praxis berichten. Der Fokus liegt dabei auf drei Kreuzkraut-Arten: Das Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea) besiedelt vor allem trockene Standorte. Das Wasser-Kreuzkraut (Senecio aquaticus) bevorzugt feuchte und nasse Standorte. Das Schmalblättrige Kreuzkraut (Senecio inaequidens) ist aus Südafrika eingewandert, zählt zu den invasiven Neophyten und breitet sich europaweit aus.

Die Tagung soll mit einer "Göttinger Erklärung" enden. Dabei handelt es sich um eine Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen und Aussagen der Referierenden.

Der Tagungsband zur Kreuzkraut-Fachtagung mit einer Kurzfassung der Vorträge wird im Mai 2017 herausgegeben

Dienstag, 31. Januar 2017

13.30Begrüßung
Dr. Jürgen Metzner (DVL) und Dr. Peter Finck (BfN)
 Habitatpräferenzen von Jakobs- und Wasser-Kreuzkraut und Risikofaktoren für deren Auftreten
Dr. Matthias Suter, Agroscope Schweiz
 Risikobewertung - Wie hoch ist die Gefährdung durch Pyrrolizidin-Alkaloide?
Prof. Dr. Lampen, vertreten durch Dr. Birgit Dusemund, Bundesinstitut für Risikobewertung Berlin
 Auf welchen Flächen mit Relevanz für den Naturschutz sollen welche Kreuzkräuter reguliert werden?
Dr. Andreas Zehm, Bayerisches Landesamt für Umwelt
15.30Grundlagen-Diskussion
16.00Pause
 Ökologie und Management von Alpen-Kreuzkraut und Schmalblättrigem Kreuzkraut
Giovanni Peratoner, Land- und Forstwirtschaftliches Versuchszentrum Laimburg, Italien, und Dr. Tina Heger, Universität Potsdam
 Erfahrungsbericht Greifensee - Praxis-Bericht zum Umgang mit Kreuzkräutern und Neophyten
Lothar Schroeder (MSc), Stiftung Wirtschaft und Ökologie, Schweiz
 Diskussion
18.00Stehimbiss

Mittwoch, 1. Februar 2017

9.00Die Regulierung des Kreuzkrautes aus rechtlicher Sicht - Betrachtung aus nachbarrechtlicher und ordnungsrechtlicher Sicht
Ltd. Lw. Dir. Volkmar Nies, Deutsche Gesellschaft für Agrarrecht
 Umgang mit dem Jakobs-Kreuzkraut auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Dr. Aiko Huckauf, Stiftung Naturschutz Schleswig Holstein
 Ragwort in the Netherlands: Can the problem be solved with help from the soil?
Prof. Dr. Martijn Bezemer, Netherlands Institute of Ecology, Niederlande
 Diskussion
11.00Pause
 Erfahrungen mit Wasser-Kreuzkraut im Zusammenhang mit Naturschutz in Bayern
Prof. Dr. Johannes Kollmann, Technische Universität München
 Biologische Merkmale von Wasser-Kreuzkraut und Konsequenzen für das Managment
Dipl.-Ing. Gabriele Bassler, Universität für Bodenkultur Wien, Österreich
 Diskussion
 Abschluss mit "Göttinger Erklärung"
13.30Ender der Veranstaltung

 

 


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